Auf die XENIA-AFFÄRE wird im Roman 'SWISS-MADE TIME!' mehrfach Bezug genommen.  -  Hier der Tatsachenbericht : 

'OPEN LETTER' at the occasion of the G-20-Conference in Hamburg, July 2017
Der "Offenen Brief", der sich inhaltlich auf die "XENIA-Affäre" bezieht, an President Erdogan datiert vom 4. Juli 2017 und steht hier als PDF-Download zur Verfügung. Als Text findet er sich ganz unten auf dieser Seite.
2017.07.04_PresidErdoganOpLet.pdf
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'Anita', Xenias Mutter und meine ex-Ehefrau, 1979 an der italien. Riviera
Elisabeth, Xenias Mutter und meine ex-Ehefrau in Pompeji kurz nachdem wir geheiratet hatten.

Liebe LeserInnen, liebe Besucher dieser Webseite! 

 

Willkommen mit ihrem Interesse an Backgroundinfos zum Roman 'SWISS-MADE TIME!' von Jan von Duhn 

in der Coincidence&Chance-Edition  ISBN 978-3-00-024821-4

 

(Teilweise dokumentiert mit vielen Fotos und Dokumenten als Faksimiles. 700 Seiten, im Buchhandel 39,50€.) 

 

 

Der Roman berichtet von bizarr verknüpften Zeitereignissen 1982 – 2002: Perspektiven zur Rückseite der Schweiz, zu Deutscher und Europäischer Zeitgeschichte … und zu zwei bislang unbekannten Fällen staatlichen Babyraubs, die radikalste Auswirkungen zeitigten: 9/11 und die „schwarze Magie“ des Jihads als „swiss-made“ Produkte bzw. „Made in Germany“ ironisch, satirisch, zynisch-sarkastisch, subjektiv und emotional vorgestellt unter Einbezug der absolut wahren Tatsachen …        

 

Mehr über dieses Buch auf www.swissmade-time.de

 

Ein Teil meiner in Dialogform vorgetragenen Berichte gilt "XENIA", ein kurz nach der Geburt zwangsadoptiertes Kind, meine 2. Tochter. Es lagen sicherlich politische Umstände vor, weil ihre Mutter Sympathisantin der RAF war. Später rächte sie sich an der Gesellschaft dafür, dass man ihr unser Baby auf dem Kindbett in Frankfurt gestohlen hatte, indem sie (wahrscheinlich) bei der Vorbereitung terroristischer Anschläge mitwirkte. Als spektakulär empfand ich es, dass sie es in dieser 1987 begonnenen "Karriere" fertig brachte,  den Bombenanschlag, dem der Chef der DEUTSCHEN BANK am 30.11.1989 zum Opfer fiel, gerade vor das Amtsgericht von Bad Homburg zu platzieren. Dort war fünf Jahre zuvor ein unerhörtes "Schandurteil" ergangen, das auch mir, dem ehelichen Kindesvater,  jedes Recht, jede Beziehung zu unserer Tochter absprach. Das Kind war 1/2 Jahr nach seiner Geburt am 2. Juni 1980 von Behölrden und Gerichten in Hessen wie ein  kommerzielles Produkt, wie ein Sklavenkind vergangener Epochen in eine anonyme Adoption quasi "verkauft" worden: Und zwar ohne dass der Kindesvater, also ich, irgendetwas davon erfuhr! Ohne dass mir überhaupt mitgeteilt worden war, dass ein Kind zur Welt gekommen war, das von Geburt an meinen bürgerlichen Familiennamen trug. Dabei den einer in der Shoa verfolgten jüdischen Familie! ... Derweil lag die Heiratsurkunde, die von einer erst neun Monate zuvor erfolgten Eheschließung mit der Kindesmutter berichtete den Behörden vor! Und es gab ein Familienbuch, das beim Standesamt Offenburg geführt wurde. Nach menschlichen Ermessen hätten die Behörden hinterher niemals behaupten dürfen, die Anschrift des ehelichen Kindesvaters sei unbekannt gewesen, nachdem das Kind der Mutter schon bei der Geburt zwangsweise entzogen worden war. 

 

Indizien deuten bei dieser Affäre auf eine Intrige, die von der deutschen "Staatssicherheit" in Offenburg, unser damaliger Wohnsitz, eingefädelt wurde, während seinerzeit exakt im Nachbarhaus der Bundestags-Abgeordnete und Jurist Wolfgang Schäuble als Rechtsanwalt wirkte. (Kleine Einfamilienhäuser, waren das 'Am Waldbach' 5 und 7, nur 8M von einander entfernt.)

 

Ein Recht auf elementare Rache an Staat&Gesellschaft wegen dem Raub des eigenen Babys ?

 

Meine Ex-Frau (im Roman Elisabeth) bezichtigte sich später, auch den Anschlag bei Oberkirch vom 12. 10. 1990 auf Schäuble, heute Deutscher Finanzminister, angeregt und mit in Szene gesetzt zu haben. Wir machten ihn persönlich nach misslungenen Gesprächsversuchen dafür verantwortlich, dass die Menschenrechtsverletzungen bei dieser Affäre nicht untersucht, nie angeklagt, nie öffentlich gemacht, sondern radikal von allen Seiten her vertuscht wurden. 

 

Eine so spektakuläre Form der Vergeltung, wie sie das "Rollstuhlschicksal" des gelähmten Herrn Schäuble als permanentes Symbol ausdrückt, ist wohl selten verübt worden. Es läge an den Medien diesen Kontext zur Finanzpolitik des reichsten Landes Europas mal zu untersuchen, mal darzustellen!

 

Auch Filmindustrie, Fernsehen, Theater, Schriftsteller fänden hierbei dramatischen Stoff, der das Gemüt unseres gelangweilten, mit kitschigen Fiktionen gefütterten Publikums in Wallung versetzen könnte. Keine griechische Tragödie hat jemals das Walten der Erynnien herzhafter veranschaulicht. Dabei waren deren Mythen fiktiv, während diese Affäre mit vielen Neben- und Seitenaspekten aus dem politischen Panorama der 70-iger bis 90-er Jahre reality ist.

 

Es bewegt mich, dass meine arabisch-islamische Abstammung von Vaterseite her, und damit auch die familiäre Herkunft dieses geraubten Kindes, als legitimierender geistiger Einfluss nicht nur singuläre Attacken, sondern überhaupt die barbarische Politik des jihadistischen Terrorismus affirmativ vorantreibt und in einem abstrakt legitimistischen Sinn Rechtfertigung zu immer neuen Exzessen und Attacken auf den Westen liefert angesichts der Intransingenz, mit der dieser Skandal abgewehrt und noch heute von den Medien, sobald man sie darauf anspricht und darüber informiert, wie in Ländern mit schlimmster Zensur unterdrückt wird! Doch so lange diese "NICHT OHNE MEINE TOCHTER!"-Affäre, made in Germany, nicht mal an die Öffentlichkeit gelangt, erscheint's aus meiner Perspektive irgendwie gerechtfertigt, wenn unserer bigotten, heuchlerischen, Mediengesellschaft, die ihre vorder-gründigen Maßstäbe eklatant missachtet, mit den ungeheuerlichen grausamen Taten des fanatischen Islamismus ihr Seelenspiegel vorgehalten wird. Dabei produziert die Repression dieses Falles eines aus politischen Motiven in Deutschland geraubten Kindes mehr als nur Anregungen für Jihadisten, sie produziert eine legitimierende Philosophie, legitimierende Spiritualität. U.a. weil Xenias Großvater arabischer Diplomat, lslam-Theologe und antikolonial engagierter Politiker war, der bei Befreiungskriegen mitgewirkt hat. Es liegen echt paradoxe Umstände bei der Abstammung meiner Tochter vor: Ihr Ur-Großvater war deutscher Jude und wurde im 3. Reich zur Emigration gezwungen. Seine Schwester, meine Großtante, wurde in Auschwitz ermordet. Sein Sohn, mein Onkel wurde 1945 von SS-Leuten als Halbjude erschossen. Doch ihre von-Duhn-Urgroßmutter gehörte einem Familienverband an, der auch bedeutende Nazis - (darunter Goebbels und Walter Darres Propagandisten der Rassentheorien und des Blut-und-Boden-Ethos, Johannes von Leers, und einen NS-Reichsrundfunk-Inten-danten während des 2. Weltkriegs) hervorgebracht hat. Allein schon dieser vielschichtige historische Background - aufgewachsen als meine Tochter hätte sie meinen jüdischen Familiennamen getragen! - fügt dem Skandal ersichtlich eine für Deutschland hyperpeinliche Note hinzu.

 

Mein Roman präsentiert Informationen zu  z w e i  Menschenrechtsaffären im Kontext von zwei ! Babys und ihrer Mütter. Diese real existierenden Fakten bestimmen die Richtung der Erzählung und Momente der Rahmenhandlung. Das sind meine oben erwähnte westdeutsche Tochter, geboren am 2. Juni 1980 in Frankfurt. Pseudonym im Roman "Xenia" und ihre Mutter (siehe Text und Foto oben), und meine Schweizer Tochter, geboren 1989 in Bern, Pseudonym "Estrella" mit ihrer Mutter Anna aus einer historischen Schweizer Familie. Manche, die in das Buch nur oberflächlich hineinsahen, hatten jedoch Schwierigkeiten die semifiktive Rahmenhandlung abzugrenzen von den konkret dokumentarischen Berichten zum frühen Schicksal dieser beiden Kinder, die vom Staat ihren Eltern als Babies regelrecht "gestohlen" wurden. Wobei man die Mutter meiner Schweizer Tochter zusätzlich in extrem gemeiner Weise "fertig" machte und entrechtete. Sie wurde zwecks Verhinderung unserer beim Standesamt angemeldeten Eheschließung kurz nach der Kindeswegnahme in der Basler Psychiatrie misshandelt, entwürdigt, demoralisiert und so erst künstlich doch mit Absicht in einen psychischen Zustand versetzt, der das staatliche (!) Verbrechen willkürlicher Kindeswegnahme im Nachhinein begründen sollte. Was ich zurecht mit den psychiatrischen Zwangsbehandlungen vergleiche, die in der Sowjetunion vor 1988 gegenüber politischen Dissidenten methodisch angewandt wurden.

 

Adäquat oder analog fielen gewisse Reflexe der Zeitgeschichte aus, die ich im Roman aus dieser Perspektive zu vergegenwärtigen suche. Näheres steht bei: Über ESTRELLA

 

Diese Vorgänge, die mehrere psychisch geschädigte Persönlichkeiten hinterließen, sollen und können auch nach Jahrzehnten nicht vergessen oder vergeben werden. Sie liefern dauerhafte Motive für eine Politik, die sich leider gegen unsere Gesellschaft richten muss, so lange diese Affären vertuscht werden bzw. keine einzige Katze hinterm Offen heraus- locken, niemanden aus öffentlichen Sphären zu berühren scheinen und nicht den winzigsten Reflex der Empörung und Bestürzung oder Solidarität hervorrufen. Sie bewirken somit eine ähnliche "Brisanz" im doppelten Sinn wie vergleichbar der Sprengstoff, den muslimische Attentäter mit sich herumschleppen, während sie über öffentliche Märkte laufen, sich unsicher in Menschenmengen hineinschmuggeln mit der ultimativen Frage auf den Lippen:

 

"Wo nur, verdammt nochmal, bei Allah!, sollen wir nun die Bombe-n zünden?"

 

Mir obliegt bei solchen Voraussetzungen eine Aufklärungspflicht in ähnlicher Weise, wie wenn man sich verpflichtet sähe, das Schicksal von Familienmitgliedern aufzuklären, die in der NAZI-Zeit oder während der DDR-Diktatur Opfer staatlicher Übergriffe wurden oder einfach verschwanden. 

 

Ich betone, auch wenn's niemand bisher glauben wollte und ernst nahm, in beiden Fällen liegen ähnliche Tatbestände vor, wie man sie von Staatswilkür in Diktaturen kennt. (Beispiel Argentinien 1975 - 83: Hunderte verschwundener, anonym adoptierter Babys von politischen Dissidenten.) Grund genug, weshalb der 'swiss-made-Roman' aus verständlichen Stimmungen von Wut und Zorn geschrieben wurde. Er enthält nicht nur Anklagen der jeweiligen Rechtsbeugung, sondern auch Hinweise auf seltsame, transzendental anmutende Mechanismen einer symbolisch zu sehenden Vergeltung, die nicht nur der davon beeinflusste Terrorismus, sondern das Schicksal produzierte. Wobei mich solche Realisierungen vielfach in Erstaunen setzt. ... Bizarre Redundanz, die den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit Hohn spricht, genügte jedoch nicht, wie sich herausstellte, um irgendwo wenigstens minimale Anteilnahme, Beistand, Interesse und erkennbare "humane Einfühlung" bei jenen hervor zu rufen, die in den Massenmedien und Feuilletons oder als von mir informierte Politiker, Sozialforscher und Juristen zuständig erschienen, um Aufklärung und Veröffentlichung dieser Fälle zu ermöglichen. Ich fand durchgehend derart kalte, gleichgültige, ignorante, abweisende Reaktionen auf Initiativen diese Unrechtsfälle ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen, dass in diesem Spiegel m. E. das moralische Legitimationsgerüst dieser Gesellschaft zusammenbricht. Was indirekte Folgen zeitigte und zu spirituellen oder politischen beitrug. Als eines islamischen Diplomaten musste ich aus der Jahrzehnte andauernden total intransingenten Gleichgültigkeit folgern, dass Mohammed im Koran weit deutlicher die Menschenrechte vertritt, als jene, die im Westen konkrete Reaktionen von Massenmedien, Politik und Justiz steuern. Ich erlebe, dass Aufklärung und Aufarbeitung dieser Menschenrechtsverletzungen, insbesondere auch durch die Justiz verhindert wird. Geht z. B. aus dem Beschluss zu 20W302/12 des OLG-Frankfurt hervor: Verweigerung von Akteneinsicht zum Xenia-Fall. Desgleichen ein Schweizer Gerichtsbeschluss zum Estrella-Skandal, dessen Aufklärung durch Offenlegung von Akten in einem chauvinistischen und rassistischen Einverständnis aller Seiten energisch unterdrückt wird. Auch seit 'Swiss-Made Time!' erschien, sind die da erstmals in gedruckter Form geschilderten staatlichen Eingriffe von keiner Seite ernst genommen worden. Dabei werden im swiss-made-Roman zu beiden Kindesschicksalen wesentliche Fakten mitgeteilt. Doch die Gleichgültigkeit bei "moralischen Instanzen" blieb bislang die selbe, wie zuvor. So wie ich sie auch im Romantext expressis verbis anklage. Es berührt einfach niemanden, wenn ich unter dem Stichwort MENSCHENRECHTE auf Romaninhalte hinweise. Niemand schien bislang die da auffindbaren skandalösen Aussagen zu Menschenrechtsverletzungen mit jenem Fünkchen Interesse zu lesen, welches in unserer Epoche doch scheinbar selbstverständlich scheint, wenn begründeter Verdacht geäußert wird, dass es sich um Staatswillkür handelte, die vom Geist unterschwelligen Antisemitismus beeinflusst wurde. So bleibt zu fragen: Ist's denn egal, wenn Nachkommen von Shoa-Überlebenden und Holocaustopfern in der zweiten und dritten Generation von Staats wegen derart mißhandelt, entrechtet, entwürdigt werden, wie es in einem faschistischen Regime vorstellbar ist? Es zeigte sich eine unvergleichliche Sturheit bei Politikern und Medienleuten gegenüber der Forderung diese Fälle wenigstens zur Kenntnis zu nehmen. Eine Abwendung von relevanten Fakten, die an Dummheit grenzte. Übrigens weise ich seit 1990 darauf hin, dass der Estrella-Fall bedingt wurde durch Schweizer Interessen die Exklusivität des "Fluchtgeldparadieses" ungestört zu bewahren. Wozu die Leser genauere Begründungen dieser Aussage im Romantext fänden. Die internationalen Bankenmacht der Schweiz, die ungeheure illegale Vermögen versteckt, hätte auf dieser Folie, d.h. anhand der analysierbaren Mechanismen, die mitwirkten, attackiert werden können. Man hätte so demonstrieren können, wie verbrecherisch dieser Schutzhafen für illegale Vermögen funktioniert. Dies war anhand dieses Falles einsehbar, sobald man sich die mütterliche Verwandschaft von Estrella vor Augen führt, die mittelbar die Kindeswegnahme provozierte. Damals u. a. der CEO der NESTLE (Austria), zugleich Handelskammerpräsident Schweiz-Österreich; der Mit-Gründer des Diogenes-Verlags; Angehörige, denen eine der größten Privatbanken gehörte, usw.. Auffällig auch, dass ein Onkel meiner Tochter nun Vizepräsident der ETH Zürich ist. Zuvor gelangte (1998) in diese Funktion ihr Patenonkel. Die Bankenmacht der Schweiz, die heute auf US-Druck in Frage gestellt wird, wäre somit wirksam in ihrem  menschenfeindlichen Herzen angegriffen worden, wenn der "Estrella"-Skandal in den Medien behandelt worden wäre. Dass die Schweizer darüber eine Decke des Schweigens breitete, war jedoch den deutschen Medien kein Anlass um sensible Antennen für dieses Schicksal auszufahren. Mit anderen Worten sie kuschten vor Schweizer Bankenmacht. Was ebenso für Politiker und Beamte galt, z. B. im deutschen Außenministerium, im Bundesfamilienministerium, bei den DIE GRÜNEN oder der SPD oder PDS-Die Linke, die ich wiederholt  zu den Vorgängen rings um Estrella informierte.     

 

Hier werde ich versuchen eigens zu diesen Fällen und ihrem Background eine Fakten-Webseite zu gestalten, außerhalb jeden Anscheins, es handele sich um Literaturfiktion. Eine, auf die sich hinweisen lässt, weil sie belegbare Geschehnisse ohne literarische Ummantelung benennt. Es soll nicht länger möglich sein über das in 'SWISS-MADE TIME!' Berichtete hinwegzugehen unter dem Vorwand, man erkenne darin nur Erfindung, so wie ich's erlebt habe. Was hier benannt wird, soll das Gewissen herausfordern. In diesem Sinn bitte ich an Rechtsstaatlichkeit interessierte Zeitgenossen um ein Feedback. Rückfragen an: janisvd@yahoo.com

 

 

Der hier nun folgende Bericht soll eine Übersicht zum Fall meiner (deutschen) Tochter bieten in Korrelation zu jener Darstellung, der ich emotional unter dem Stichwort "XENIA-Skandal" im swissmade-Roman Raum gab. Wobei ich da zur Verdeutlichung die Kapitelüberschrift "BABYFLEISCH FÜR DEN ADOPTIONSMARKT" wählte:

 

Xenia wurde ab dem ersten Atemzug Opfer eines unmenschlichen staatlichen Eingriffs in das natürliche Recht, bei den eigenen Eltern aufzuwachsen. Von einer Pflegefamilie, in die sie geriet, weil ihre Mutter zum Zeitpunkt der Geburt drogenabhängig war, wurde sie unter Umgehung fundamentaler Rechtsnormen "anonym" adoptiert ohne dass ihr Vater überhaupt von ihrer Existenz erfuhr. Sie wuchs als deren Tochter auf, bis sie 13 war. Doch nachdem sie zufällig erfuhr, dass sie ein Adoptivkind war, setzte bei ihr ein psychologischer Traumatisierungsprozess ein, der bis heute andauert. ... Schließlich war sie tief bewegt, als sie mir mit 18 Jahren erstmals begegnete. Doch dann geriet sie unentrinnbar in ein Dilemma, weil sie noch bei den Adoptionseltern in Hamburg-Harburg lebend ihr Abitur machen wollte. Der so verschärfte Identitätskonflikt führte seit 1999 zu mehreren Aufenthalten in der Jugendpsychiatrie. Derweil schien sie - nun informiert über ihre Abstammung - zeitweilig bei Hamburger Islamisten Verständnis gefunden zu haben. Ausgerechnet im Umfeld der Harburger Al-Qaida-Zelle, die gerade 9/11 vorbereitete. Nach diesem Ereignis begann sie diverse Berufsausbildungen, die sie jeweils bald wieder abbrach. Und so suchte sie ihre soziale Existenzbasis wieder am Busen ihrer Adoptionsfamilie, die sie bis heute reglementiert und in ihren Kontakten, ihrer Bewegungsfreiheit und Lebensperspektive einschränkt. Mit diesen Voraussetzungen ist ihr kein Start ins Berufsleben und zu ökonomischer oder psychologischer Unabhängigkeit und Selbstständigkeit geglückt. "Xenia" blieb daher das Opfer ihrer rechtswidrigen Adoption. Sie würde eigentlich Rechtsberatung benötigen, da ihr der Staat sicherlich Entschädigungsleistungen schuldet. Doch sie war bisher ohne äußere Hilfe, ohne ein neutrales soziales Beziehungsumfeld bisher psychisch nicht stark genug, wie sie mir öfters gestand, auch nur jene Dokumente einzusehen, die sich seit meiner Adoptions-Anfechtungsklage von 1983 angesammelt haben. Es ließ sich vielmehr beobachten, dass sie von Seiten, von denen man Beistand erwarten würde,  Psychiater, Sozialarbeiter etc., absolut fehlberaten wird: ... sie möge tunlichst auf Öffentlichkeit und einen Skandal verzichten und das ihr angetane Unrecht auf sich beruhen lassen!Genauso verlangten auch alle weiteren gesellschaftliche Instanzen, was ihr angetan wurde, möge vertuscht und vergessen werden. ... Stehen solche Reaktionen mit Eigenschaften des deutschen Nationalcharakters in Zusammenhang? Zeigen sie nicht, dass der "Untertanengeist" fortbesteht, und sind sie nicht charakteristisch für Autoritätshörigkeit um jeden Preis? 

 

 

 

Vorgeschichte:

 

Ende der 70-er Jahre befasste ich mich als Student der Sozialpädagogik in diversen Praktika mit Drogentherapie und -rehabilitation. Drogenabhängigkeit war ein soziales Konfliktfeld mit bedeutender Aktualität. Insbesondere in Frankfurt, Stadt, die als zentraler Drogenumschlagplatz galt. Anfang 1979 lernte ich dabei Anita H. kennen, die seit ihrer Pubertät trotz späterer Ausbildung als Rechtsanwaltsgehilfin eine Suchtkarriere als Opiatabhängige durchlief. Jahre hindurch scheiterten ihre Versuche sich endgültig zu entwöhnen. Sie hatte typische Erfahrungen von "Junkies" gemacht und stand nach einigen Monaten im Frauengefängnis Preungesheim wegen Beschaffungskriminalität unter Bewährungsauflagen. Sie faszinierte mich, weil sie nicht nur hübsch, sondern auch unglaublich intelligent war. Was Politik und Gesllschaftskritik anbelangte, verstanden wir uns ausgezeichnet. Die APO und Studentenrebellion, Dritte-Welt-Solidarität, Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegungen hatten uns profunde beeinflusst. Eben wurde das Iranische Shah-Regime in einem Volksaufstand gestürzt. Durch Kontakte mit Exil-Iranern waren wir mittelbar beteiligt. Anita hatte zuvor an einer Gefängnisrebellion teilgenommen, eine Gefangenenzeitung mitgestaltet und ihre schon lange bestehenden Verbindungen zu Kreisen, die dem "Linksterrorismus" nahe standen, gestärkt. Im Gefängnis hatte sie Freundschaft mit einer bekannten RAF-Täterin geschlossen. Damit stand sie auch meinen vorhergehenden politischen Engagements nahe, denn ich hatte viele Entwicklungen der sogenannten "linksextremen Szene" mitgemacht. Dabei z. B. auch einige Wortführer, die später führend in der Alternativpartei DIE GRÜNEN wurden, in Lebensphasen kennengelernt, in denen sie noch dem Prinzip der sogenannten "revolutionären Gegengewalt" anhingen. U. a. Joschka Fischer, späterhin deutscher Außenminister, und Daniel Cohn-Bendit, heute Star der europäischen und französischen Grünen, der allerdings damals die "Gegengesellschaft" alternativer Medien und genossenschaftlicher Einrichtungen von seiner Karl-Marx-Buchhandlung aus organisierte. Oder etwa die grüne Parteigründerin Jutta Dietfurt. Mit Anita lebte ich kurzzeitig direkt im Nachbarhaus zur Karl-Marx-Buchhandlung in einer WG. Eines Tages wurde sie von "Homos", denen die Wohnung gehörte, nicht nur wie schon öfters zuvor schräg angeschaut, sondern aus homosexuellen Frauenhass zusammengeschlagen. Ich musste Hilfe holen, und Daniel Cohn-Bendit kam die Treppe hinaufgestürmt, leistete Erste Hilfe. Er wurde von Anitas Blut aus ihren gerade erlittenen Verletzungen befleckt. ... Was ich heute symbolisch begreife, angesichts der Tatsache, dass unser 1980 geborenes Kind mittlerweile vom Europa-Abgeordneten Cohn-Bendit nicht wahrgenommen, nicht als menschliches Wesen respektiert wird und mit der elementaren Beschädigung seiner natürlichen Menschenrechten bei ihm als "Menschenrechtspolitiker" kein Engagement hervorruft. Egal wie oft man ihm einen Bericht zukommen lässt! Und so wirkt dieses Blut weiter, das ihn einst befleckte, weil ich lernen musste in grauenhaft unmodernen "Blut-Kategorien" zu denken. Quasi existiert nun ein "Fluch des Blutes" von Anita und unserem Kind aus über den Häuptern der nur scheinheilig die Menschenrechte deklamierenden europäischen Eliten. Das reflektiert andererseits die Resignation und Erfolglosigkeit von emanzipativer Europapolitik. In Anbetracht der verletzten Menschenwürde und Familienehre besonders auch ihrer Großeltern musste ich endlich zur Ansicht gelangen, dass der unter den Teppich gekehrte "Xenia-Skandal" automatisch Schwingungen antiker "Blutrache" hervorruft. Die Erynnien manifestierten sich häufig genug, um es so anzusehen! (Besonders diesem Aspekt versuche ich in 'Swiss-Made Time!' zu folgen.)

Soviel zur Vorgeschichte. Jener Phase folgte eine Eheschließung aus praktischen Gründen, weil wir hofften Anita würde so von drückenden Bewährungsauflagen entlastet. Am 7. 9. 1979 heirateten wir in Oberkirch/Schwarzwald standesamtlich. Seltsamerweise hatte 97 Jahre zuvor am 7. 9. 1882 mein Urgroßvater, der Heidelberger Professor der Archäologie Friedrich von Duhn, die Ehe geschlossen. Er scheint mich seitdem unsichtbar mit seiner Autorität zu begleiten. Im Kaiserreich huldigten ihm die ultra-nationalistischen studentischen Verbindungen Heidelbergs und einige jener Autoren, die den Kult des Germanischen Blutes betrieben. Jenes Datum hatte allerdings das Standesamt festgelegt. Wir hätten nie daran gedacht irgendein Familien-Jubiläum zu begehen.

In der Folge wohnten wir zeitweise in Offenburg/Baden in der Straße Am Waldbach 7 in der Wohnung meiner Mutter. Dort war ich polizeilich angemeldet. Unter dieser Anschrift schlossen wir die Ehe. Eine bürgerliche, ruhige Wohngegend. Das Nachbarhaus Nummero 9 bewohnte der Offenburger Oberbürgermeister Gruber. Das nur durch kleinen Vorgarten getrennte Einfamilienhaus Am Waldbach 5 beherbergte eine Rechtsanwaltsassoziation, der ein CDU-Bundestagsabgeordneter namens Dr. W. Schäuble angehörte. Anita erlaubte sich im jugendlichen Übermut öfters Witze darüber, da sie sich in ihrer politischen Identität als Teilnehmerin an der RAF-Terrorszene begriff, wenn auch passiv. In jener Epoche von Hetzjagden gegen alle, die von der Mediennorm nach links abwichen, auf Hippies, Anarchisten und vor allem auf die steckbrieflich gesuchten RAF-Leute, war es sicherlich etwas besonderes, wenn jemand, der diesem Milieu nahestand, friedlich, kaum 10 M entfernt neben der bürgerlichen Staatselite zu leben und eigene Wege zu gehen vermochte. ... Diese Idylle war für uns jedoch nicht von Dauer. Denn nach unserer Hochzeitsreise zurück in Frankfurt versank Anita wieder im Drogensumpf, aus dem ich sie nicht länger befreien konnte. Ich musste mich dringlich mit meinem Universitätsexamen, meiner Diplomarbeit befassen. Wir trennten uns nach Querelen, als klar war, sie würde weiterhin ihrer Heroinsucht huldigen. In diesem Zustand war's unwahrscheinlich, dass sie ein Kind empfangen hatte und austragen würde. Daher kam mir die Vermutung nicht in den Sinn, Anita könnte während unseres nur zweimonatigen Zusammenlebens nach der Hochzeit schwanger geworden sein. Auch wollte sie inzwischen trotz ihrer Sucht "revolutionär kämpfen". Doch wer "Terroristin" werden will, bringt sicherlich kein Baby hervor! 

Da sie ihren "Kampfwillen" deutlich manifestierte, hatte ich damals kein Interesse mit ihr in Kontakt zu bleiben. Weshalb ich nach unserer Trennung schon Weihnachten 1979 nicht mehr wusste, wo sie sich aufhielt. Die "Xenia-Geschichte" begann inzwischen damit, dass Anita mir ihre Schwangerschaft konsequent verschwieg, obwohl sie mich leicht erreicht hätte. ... Drei Jahre später erst erfuhr ich, dass sie, so süchtig wie sie war, am 2. Juni 1980 unser Kind in der Frankfurter Uni-Klinik zur Welt gebracht hatte. Sie hatte sich nie mit mir in Kontakt gesetzt, nie etwas verlauten lassen. Derweil wusste sie, dass ich unser Kind, meine eheliche Tochter Christiane, mit Sicherheit liebevoll großgezogen hätte.

Vielmehr hatte sie sich, wie ich 1984 von Klinikmitarbeiterinnen erfuhr, die sich an sie und ihr Baby erinnerten, auf dem Kindbett von Jugendamtsangestellten und Psychiatern erpressen lassen einer "Inobhutnahme" des Babys gezwungenermaßen zuzustimmen. Ihr war ein "Zweijahresbeschluss" angedroht worden, eine gerichtliche Zwangseinweisung in die Psychiatrie zur Suchttherapie. Das bestätigte mir nach unserer Scheidung, die 1986 erfolgte, auch Anita, mit der ich erstmals wieder zusammentraf. Sie hatte eine unglaubliche Leidensgeschichte in Zusammenhang mit der Geburt durchgemacht, weil sie das Kind, wie sie nun erklärte, doch gewollt hätte. Man habe es ihr aber so schnell weggenommen, dass die kleine Christiane, niemals von ihrer Mutter gestillt werden konnte. Jeglicher Kontakt mit dem Baby sei ihr grob und unmenschlich auf Anweisung von Behörden und Gericht untersagt worden. Das Baby sei mit ihren Worten, "wie ein Stück Wurst über die Fleischtheke", an eine bereit stehende Pflegefamilie weitergereicht worden, die es schon ein halbes Jahr darauf adoptieren durfte. Dabei wäre es, was wohl jeder einsieht, unter diesen Umständen ab Geburt von Christiane die gesetzliche Aufgabe der Jugendbehörden gewesen, das Baby seinem Vater zu übergeben. Alle Begriffe des Rechts verlangten dies, selbst wenn dieser zu dem Zeitpunkt nichts von der Schwangerschaft seiner Ehefrau und der Geburt des Kindes wusste. Aber gerade das geschah nicht! Vielmehr verletzte man von jeder Seite, die sich in der Folge mit dem Baby und seiner extrem schnell arrangierten Adoption befasste, elementare Normen, indem man mich mit großer Wahrscheinlichkeit absichtlich nicht verständigte. Es wurde zwar formal eine Suche nach dem Aufentalt des Vaters eingeleitet, die jedoch an absurder Scheinhaftigkeit nicht zu übertreffen war. Denn in fünf Minuten hätte man auch damals in Zeiten ohne Internetrecherche meine Anschrift, eben meinen zweiten Wohnsitz in Offenburg und da auch die Großmutter des Kindes, ausfindig gemacht. Ein Blick auf die Heiratsurkunde und auf die Daten des Standesamtes, bei dem die Ehe erst neun Monate zuvor geschlossen worden war, hätte genügt, um den Vater und die großmütterliche Familie zu erreichen. Solche Daten und mindestens eine Kopie der Heiratsurkunde müssen vorgelegen haben, um in Deutschland - es wollte doch kein 3.-Welt-Land sein! - ein rechtliches Adoptionsverfahren in Gang zu bringen. Dieses forderte zur Gültigkeit mein Einverständnis, das ich mit Sicherheit nie erteilt hätte. So versuchte man ganz offensichtlich das vorgeschriebene väterliche Einverständnis zu einer Adoption meines "ehelichen" Kindes trickreich zu ersetzen. Man schützte laut Dokumenten, die ich 1984 kurz einsah, eine vergebliche Suche nach meinem Aufentalt, und zwar nur in Frankfurt, vor. Angeblich ergebnislos, nachdem ich aus dem Appartment meiner Frau ausgezogen war. Doch auch in Frankfurt wäre feststellbar gewesen, dass ich laut Melderegister einen 2. Wohnsitz in Offenburg besaß. Es wurde mit einer schlampigen Oberflächlichkeit verfahren, die man bei der Suche nach einem Schuldner, einem Verkehrssünder, einem Kriminellen niemals hätte walten lassen!

 In den Adoptionspapieren war z. B. zum Vater vermerkt "Student". ... Hatte man bei der Universität oder Fachhochschulen angefragt, ob dieser Student, Jan H., bekannt sei? Nein! Definitiv nicht! Auch der Tatsache, dass das adoptierte Kind ja seiner Abstammung verlieren würde und somit geboten war, zuvor nach den Großeltern zu forschen, ehe seine Herkunft per (damaligen) Verfahren anonymisiert würde, wurde keine Rechnung getragen. Nur einen Telefonanruf hätte es die Behörden oder die Justiz des deutschen Bundeslandes Hessen gekostet, um die Großmutter zu verständigen und zu befragen. Auch das unterblieb! Stattdessen wurde mit höchst verdächtiger Eile meine Tochter mit ersichtlichen Ressentiments gegenüber dem Kindesvater auf ungesetzliche Weise in eine Adoptionsfamilie hineingestoßen. Man verfuhr derart, dass sich der Verdacht der Diskriminierung nicht von der Hand weisen lässt. Auch besitze ich Grund zur Annahme, dass Antisemitismus mitbeteiligt war aus 1980 noch weit verbreiteten Nazismus und Judenhass. Indiz, dass dem so war, sind Mitteilungen, die mir Anita Jahre später machte, als sie bitter bereute, mich nicht von sich aus verständigt zu haben. Sie behauptete, sie habe mehrfach nach der Geburt Behörden- und Justizvertreter darauf hin gewiesen, ihre Tochter sei väterlicherseits jüdischer Abstammung, gehe aus einer Familie hervor, die während der Shoa ein Verfolgungsschicksal erlitt. Darüber war Anita informiert, und sie bestand darauf, sie habe während der Zeit, bis die formale Adoption von Christiane abgeschlossen war, in aller Deutlichkeit diese Information weitergegeben. Sie erklärte, sie habe sowieso fest damit gerechnet, dass unsere Tochter schließlich mir, dem Vater, übergeben werde. Doch dem war ja nicht so, meine Tochter wurde unter Anbetracht dieser Umstände durch eine erzwungene Adoption quasi "versklavt"! 

 

Mich erreichte, wie erwähnt, erst Anfang September 1983 eine erste Information, dass am 2. Juni 1980 eine Tochter von mir 1980 zur Welt gekommen war. Und zwar nicht, weil irgendjemand mir dies nun aus selbstverständlichen Pflichtgefühl mitteilen wollte, sondern weil ich im Familienbuch unserer Ehe beim Standesamtes Offenburg auf einen Eintrag zu ihrer Geburt und Adoption stieß, als ich die Kopie erhielt, um meine Ehescheidung in die Wege leiten zu können. Es war ein enormer Schock, der bis heute nachwirkt! so etwas auf diese Weise und drei Jahre zu spät erfahren zu müssen. Parallel waren die Zeitumstände beeindruckend. Offenburg befand sich in jenen Septembertagen 1983 im Rausch eines "Staatsbesuches": Der erste offizielle Aufentalt des Dalai Lama in Deutschland fand in dieser Kleinstadt bei Straßburg statt. Er hielt drei Tage hindurch Reden in der Stadthalle und gab Satsang. Eine Frau aus seinem Gefolge wohnte in diesen Tagen mit ihrer kleinen Tochter bei mir. Der Dalai Lama hatte sich in jenem Hotel 'Palmengarten' einquartiert, in dem Anita und ich 1979 unsere Hochzeit gefeiert hatten. Ausgerechnet an jenem Tag, als er eintraf, erfuhr ich die Sache mit meiner bis dahin für mich unbekannten Tochter! Zwei Tage darauf sprach ich mit dem Dalai Lama - und auch über dieses Kind - wobei er mich bestärkte dieses Kindesschicksal zu erforschen, um mir meine Tochter zu holen.

Doch die Adoption war, wie berichtet als "anonym" eingetragen. Ich konnte anfangs nicht mehr tun, als eine notarielle Urkunde aufzusetzen und beim zuständigen Gericht den Antrag auf Aufhebung zu stellen. Eine Verhandlung, die dann am 18. Mai 1984 vor dem Familiengericht Bad Homburg stattfand, zeigte bald mit erschreckender Deutlichkeit, dass unerhörte Ressentiments und diskriminierende Informationen über mich bei dieser Kindesaffäre im Hintergrund mitschwangen. Diese Erkenntnis verursachte weitere Schocks, die mein Vertrauen in die deutsche Justiz gründlich zertrümmerten. Bei jener Verhandlung war festzustellen, dass sich der Bad Homburger Familienrichter überhaupt nicht mit der Unrechtmäßigkeit der Adoption befassten wollte, egal wie deutlich ich dies primär beantragte. Ihm war das Argument, dass Ämter und Justizbehörden, das Familiengericht Königstein und ein zertifizierender Notar doch hätten erkennen müssen, dass schon anhand der Ehedokumente mein Aufentalt ermittelbar war und somit klar ersichtlich war, welch' elementare Verletzungen der gebotenen Sorgfaltspflicht stattfanden, "schnurz egal". Für meine Begriffe war dieser Mann ein Nazi in der Richterrobe. Denn was tat er, was hatte er für diese Verhandlung vorbereitet? Er hatte den Leiter der Frankfurter Standesämter wie zu einem Plauderstündchen, das vor meinen Augen am Richtertisch stattfand, einbestellt. Es ging ihm allein darum, fest zu stellen, dass ich angeblich auf illegale Weise die Adoptionsanonymität aufgehoben hätte. Allerdinegs besaß ich inzwischen den Namen der Annehmenden, aber das kam nicht durch mich zustande, sondern durch einen Mitarbeiter des Frankfurter Standesamts, der mir die Geburtsurkunde meiner Tochter übersandte und dabei gegen die Regel verstieß, die Annehmenden auf der Kopie einzuschwärzen. Vielleicht hatte dieser Sachbarbeiter ja aus Sympathie gehandelt, weil er aus seinen Unterlagen deutlich ersah, dass es bei dieser Kindschaftssache nicht mit rechten Dingen zuging...?

Jedenfalls in der einzigen mündlichen Gerichtsverhandlung, die ich je zum Schicksal meiner Tochter erreichte, sah ich mich plötzlich als Angeklagter vor einem übel wollenden Richter, der mich des Verbrechens zieh die Anonymität aufgedeckt zu haben! Nebenbei unterhielt er sich jovial mit diesem Frankfurter Beamten. Bei beiden herrschte geistiges Einverständnis im Stil, in dem sich mich missachteten und nebenbei diskriminierende Sprüche klopften, die leider nicht ins Protokoll aufgenommen wurden. Es handelte sich um eine "gezinkte" Verhandlung, bei der eine stillschweigende Übereinstimmung demonstriert wurde. Nämlich der unausgesprochene Konsens die Umstände zu vertuschen. Eine Haltung, die ich seitdem allerdings überall in der Justiz, bei Behörden, bei Politikern und Medien und genauso auch beim Justizministerium von Hessen antraf. Deutlich kam und kommt! in sämtlichen Instanzen, an die ich mich später wandte, ein Wille zum Ausdruck, diesen Skandal auf sich beruhen zu lassen, ihn unter den Teppich zu kehren. Es schien daher stets ein anonymer Einfluss im Hintergrund zu wirken, der das in einer Demokratie Selbstverständliche, die Aufklärung eines Menschenrechtsskandals, abzuwürgen vermochte. So ergab sich von Beginn an die Frage, ob politische Motive innerhalb von Staatsinstanzen eine Rolle gespielt haben, die auch jede Aufklärung verhinderten?

 

Im August 1984 führte ich mit dem oben erwähnten Rechtsanwalt und Politiker, der heutige Bundesfinanzminister W. Schäuble, der im unmittelbaren Nachbarhaus unserer Heiratsadresse als Anwalt tätig war, in Offenburg ein Gespräch, um ihm diese Sache auf objektive Weise zu eröffnen. Ich appelierte damals an sein grundsätzliches Rechtsverständnis und den gesunden Menschenverstand und machte ihn darauf aufmerksam, dass es nicht sein konnte, also vorgeschoben war, wenn die Hessische Justiz und Behörden behaupteten, sie hätten den Kindesvater (und die Großmutter) des Babys nicht auffinden können. Für mich bedeutet es einen fundamentalen Test des politischen Systems der Republik, ob und wie dieser Regierungspolitiker sich engagieren würde, Licht in das Dunkel bei dieser Affäre zu bringen. Dabei leitete mich die Annahme, dass eine gewisse Nähe zum "terroristischen Milieu" bei beiden Elternteilen politischer Polizei oder Geheimdiensten eventuell bekannt war und informell auf die Behandlung der Kindschaftssache eingewirkt hatte. Ich ging davon aus, dass die Wegnahme meines Kindes aus diesen in der BRD immer noch dem Faschismus verhafteten Kreisen als eine Art Rache für RAF-Aktionen veranlasst worden war und dass solche Dienste, die ja auch für die Sicherheit bekannter Politiker zuständig waren, es allerdings ohne sein Wissen eingefädelt hatten, dass das Kind solcher "Dissidenten" in eine Adoption gelangte und nie seine Eltern sah. Da sich Schäuble in diesem Gespräch am 16. 8. 1984 sehr erstaunt gab, Betroffenheit zeigte, als ich mitteilte, dass eine ursprünglich jüdisch Familie erneut Opfer deutschen Unrechts wurde, und weil er außerdem sich verpflichtete, er werde mit den Mitteln der Regierung Aufklärung herbeiführen, erlangte er so einen gewissen Vertrauensvorschuss. Er teilte mir mit, er werde in einem Vierteljahr das Bundeskanzleramt übernehmen (das geschah am 16. 11. 1984) und so Gelegenheit erhalten über die dort verankerte Kontrolle der Geheimdienste der Angelegenheit auf den Grund zu gehen. Meine Überlegung war in dem Moment: Falls er sein Versprechen einhält und meine Tochter zu mir gelangt, mag es angehen, wenn jedoch diese Staatsinstanz versagt, dann sehe ich düstere Rache voraus, die Anita in ihrem fanatischen Drang zum Terrorismus wohl gelegentlich auf den Weg bringen wird. Und so bedeutete dieses unangenehme Gespräch vor allem ein Alibi. Ich wollte meine Hände in Unschuld waschen, falls ihn die unbezwingbare Rache, die Anita sowieso immer am deutschen Staat nehmen wollte, in Form eines Anschlags treffen würde. Denn es war naheliegend, dass Schäuble ein Ziel für ihre Gewaltfantasien abgab, angesichts dieser bloß 8 Meter Distanz, die seine einstige Rechtsanwaltspraxis von unserer Adresse getrennt hatten. ...

 

Ein Nachspiel der RAF-Geschichte aus diesem Kontext?

 

Anita war wohl 1979 der politischen Polizei bzw. dem Staats- oder Verfassungsschutz aufgefallen, da sie ja keinen Hehl daraus machte, sich dem RAF-Terrorismus anzunähern. Auch ich konnte vermuten  beobachtet zu werden, seit ich in den 70-iger Jahren in einer WG zusammengelebt hatte mit einem jener RAF-Täter, die 1977 an den Mordanschlägen gegen den Generalbundesanwalt Buback, am Mord des Chefs der Dresdner Bank und am "deutschen Herbst", der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten und dessen Ermordung, beteiligt waren. In den Tagen jenen Septemberaktionen und der folgenden Entführung des Lufthansajets Landshut war ich in Alger, wo ich u. a. mit einigen Algeriern in Kontakt stand, die zeitweise die RAF  logistisch unterstützten. - Vielleicht wurde dies ja irgendwo in Deutschland registriert? - Ich hatte Jahre zuvor schon prominente Figuren der RAF kennengelernt. Und es war vielleicht auch bekannt, dass ich einen ursprünglichen Impuls beigesteuert habe, Hans-Martin Schleyer - übrigens am 1. Mai 1915 in Offenburg geboren - als prominentes RAF-Opfer auszuwählen. Meine Rolle bei der Anstiftung zu seiner Entführung war die eines Übermittlers von Informationen. Schon 1970 und in der Folge hatte ich in linken Szenekreisen darüber gesprochen, dass jener Herr Schleyer, der heute in Deutschland als "Märtyrer der Nation" geehrt wird, während des Krieges als Beauftragter des Nazi-Regimes im besetzten Prag für die Ausmerzung von Juden an der deutschen Karls-Universität Prags zuständig war. Ich berichtete öfters, dass genau dieser Herr 1941/42 die rassische Verfolgung meiner nur halb-arischen Mutter einleitete, die seit 1941 an dieser Universität ein (Chemie-)Studium aufgenommen hatte, nachdem sie aus Berlin geflohen war wegen des Fehlens ihres "Ariernachweises". Also eines Rassenbescheids, den die "Reichssippenämter" ausstellten. Meine Mutter hatte sich 1943 überstürzt aus ihrem Prager Studium lösen und bis 1945 in den Untergrund begeben müssen, sonst wäre sie als Halbjüdin auf Betreiben eben jenes Herrn Hans-Martin Schleyers ins KZ gekommen. Wie es der historische Zufall so wollte, hatte mein Großvater, 1934 emigrierter "Volljude", in den 60-iger Jahren herausgefunden, dass Schleyer, 1941 - 43 Leiter des Nazi-Studentenwerkes in Prag, derjenige war, der die "Rassenkontrollen" an jener Universität inszenierte und so zum Judenverfolger geworden war. Ich war noch Schüler, als mir mein Opa diese Information mit auf den Weg gab. Danach wurde ich unbewusst zum Anstifter seiner späteren Ermordnung, nachdem es die "Genossen" von der Frankfurter links-politischen Szene jeweils beeindruckte, sobald ich diese Geschichte preisgab. Mit Sicherheit habe ich den linken antifaschistischen Hass, der in jenem Symbol kulminierte, dass die RAF Hans-Martin Schleyer als ihr wichtigstes Entführungsopfer auswählte, über Jahre mit-provoziert. Lange bevor diese Tat, die 1977 Deutschland fundamental erschütterte, konkret geplant wurde.

Man könnte meinen, es handele sich nur um vage Vermutungen, aber ich denke, es spricht einiges dafür, dass Staatspolizei oder Verfassungsschützer, die für die Sicherheit des Abgeordneten im Offenburger Nachbarhaus zuständig waren, diese Information besaßen und aus nationalen Rachegefühlen den Kindesraub, so muss man es wohl nennen, inszeniert haben. Ein Indiz ist die folgende Untätigkeit des Herrn Schäuble nach unserem Gespräch. Seitdem wusste er doch genau, dass bezogen ausgerechnet auf sein Nachbarhaus der Staatsapparat angeblich nicht mehr in der Lage gewesen sei, eine simple, standesamtlich gesicherte Adresse herauszufinden. Auch hatte er durch unüberlegte spontane Reaktionen zuerst noch bestätigt, dass es ihn erschreckte, überraschte, wie mit meinem Kind verfahren wurde. Da erklärte er, dass er es absolut unererklärlich, unverständlich fände, wie die Adoption eingefädelt wurde und versprach mir die Aufklärung des Falles auf die Hand ohne mit jemand anderem zuvor Rücksprache gehalten zu haben. Doch er kam diesem Versprechen nie nach! Auch nachdem er im Weiteren 1989 deutscher Innenminister geworden war, ließ er sich nicht darauf ein, jenes Minimum von humanen Anstand als "Ehrenmann" zu realisieren, welches darin bestanden hätte, an den "Schalthebeln der Macht" die ihm zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um den Kindesraub wenigstens aufzuklären. Ich mahnte ihn mehrfach, und er ließ durch Referenten - auch brieflich - antworten, aber keinen Willen erkennen nunmehr diese Affäre angemessen zu behandeln.

 

Der Homburger Prozess von 1984 hatte mit dem schändlichen Verdikt geendet, "das Kindeswohl sei gefährdet", wenn man meine Tochter in ihre ursprünglichen Familie platziere. Und das LG-Frankfurt bestätigte ein Jahr später diese Sentenz ohne mündliche Verhandlung, nachdem ich appelliert hatte. So musste nun die "Xenia" meines Romans, d. h. originär Christiane H., mit neuem Namen Alexandra U., in einer fremden Familie heranwachsen. Diese zeigte ihren Charakter, indem sie sich auf perfide Weise sträubte - u. a. mit diskriminierenden schriftlichen Einlassungen gegenüber dem von mir angerufenen Gericht - mir irgendeinen Zugang zu meiner Tochter zu gewähren. In dieser Familie, die das 1980 in Pflege genommene Baby als Besitz vereinnahmte und mich überdies gerade an jenem 18. Mai 1984 sogar mit einer Schusswaffe bedrohte, (meiner Strafanzeige bei der Polizei wurde jedoch in Bad Homburg-Friedrichsdorf nicht nachgegangen, es herrschte ein Klima von Lynchjustiz,) wurde Xenia im Laufe ihrer Erziehung erheblich psychisch geschädigt und endgültig traumatisiert, als sie als Dreizehnjährige durch Zufall dahinter kam, dass sie nicht bei ihren wirklichen Eltern aufwuchs. Sie floh damals von Hamburg-Harburg, wo sie nun lebte, zurück nach Bad Homburg und irrte dort durch die Wälder, bis sie halbverhungert und -erfroren aufgegriffen wurde. Zurück bei jener Familie U. war sie von da an erst recht Opfer psychischer Misshandlungen.

Als ich nach jahrelanger vergeblicher Suche endlich 1998 ihre Adresse herausfand und Kontakt mit ihr aufnahm, befand sie sich in einem erkennbar traumatisierten, depressiven Zustand. Aber ich konnte/durfte nicht helfen, da sie aus existenziellen Ängsten heraus in ihrer Adoptionsfamilie bleiben wollte. Seither wurde sie noch kränker. Sie wurde deshalb seit dem Jahr 2000 mehrfach stationär oder ambulant psychiatrisch behandelt - z. B. in der Jugendpsychiatrie Göttingen - und blieb, so weit ich informiert bin, bis in die Gegenwart unfähig einen Beruf zu ergreifen. Sie ließ mich andererseits, obwohl wir lose in Kontakt standen, zu ihrer Situation nichts positiv beitragen. Mit ihrer verwirrten Identität und verinnerlichten Traumata war sie nicht in der Lage Vertrauen zu ihrem wirklichen Vater zu entwickeln. Und darin, eine positive Beziehung zu mir aufzubauen, wurde sie auch durch keinen ihrer Ärzte oder Sozialarbeiter bestärkt. Im Gegenteil, man überzeugte sie davon, sie solle sich distanzieren, überhaupt keine Beziehung zu ihrem Vater unterhalten. Von ihren Sozialarbeitern und der Jugendpsychiatrie erhielt ich sogar Drohbriefe, die Konsequenzen androhten, falls ich auf meine Tochter zuginge! So entwickelte "Xenia" auch nie einen Bedürfnis Fragen zu ihrer leiblichen Mutter zu stellen. Sie ist heute nach so deutlichen Sozialisationsanstrengungen ihrer Umwelt, die demütige Unterwerfung forderte, geprägt von komplexen Hemmungen, die natürlich auch entstanden, weil sie als Kind keine Beziehung zur eigenen Mutter entwickeln durfte. Vor 1998 war es unmöglich gewesen sie aufzufinden, nachdem die Adoptiveltern weggezogen waren. Auch einem Freiburger Anwalt half nach 1992 keine Stelle, kein Mensch bei der Suche nach ihr. Mir sowieso nicht. Es gibt nun Dokumente aus zwischenzeitlichen Verfahren, die anschaulich bestätigen mit welch intransingenter Gemeinheit Hessische Behörden und Justiz darauf bestanden, dem Kind seine originäre Identität und mir seinen Aufenthaltsort vorzuenthalten, ehe "Xenia" volljährig wurde. Die Justiz und Jugendämter beharrte, auch nachdem! die deutschen Adoptionsgesetze längst geändert waren, auf dem "Geheimnisschutz". Deren Unmenschlichkeit verdeutlicht sich darin, dass nie jemand aus dem Bereich des Staates in irgendeiner Weise das Unrecht bedachte, das diesem Kind und seiner väterlichen Familie zugefügt wurde.

 

Dennoch war, wie schon erwähnt, dieser Fall nun 30 Jahre hindurch deutschen Medienredaktionen keine Recherche und Publikation wert. So viel ich auch nach Aufklärungsbereitschaft und Anteilnahme suchte, ich fand auch bei sogenannten "Menschenrechtsorganisationen" (etwa ‚amnesty international’, Humanistische Union, Grundrechte-Komitee) oder feministischen RedakteurInnen, etwa bei „Emma“, Brigitte, taz, Stern, Spiegel, Focus, DIE ZEIT, FR, FAZ und weiteren (TV- oder Radio-)Medien oder z. B. bei renomierten Forschungseinrichtungen (etwa Institute für Sozialfoschung in Frankfurt, Hamburg, Essen, Berlin), nie irgendjemanden, der sich für den Fall im Mindesten interessierte. Ein praktiziertes Menschenrechtsverständnis und entsprechendes Problembewusstsein war, wie sich nach Tausenden Anfragen bei Journalisten, Juristen oder Parteien herausstellte, gegenüber der oben skizzierten Praxis nirgends auffindbar. Am allerwenigsten bei Politikern! Dieses Phänomen der ostentativen Missachtung der Menschenwürde schändet, verunglimpft, beleidigt, entehrt sowohl die (jüdischen) Opfer des Faschismus wie die großväterliche Familie von "Xenia" in Nordafrika. Es wird dadurch augmentiert, dass auch die von mir angefragten Rechtsanwälte gewöhnlich enormes Misstrauen und unverständliches Zögern, ja eine absurde Zurückhaltung zeigen die Materie nur zur Kenntnis zu nehmen. Ich musste beim so zu Tage tretenden landläufigen Zynismus zur Auffassung gelangen, dass das Stichwort Menschenrechte deutsche Juristen abstößt. Es fand sich leider überall, dass die hier vorgestellte Affäre scheel angesehen wurde, Verweigerungshaltungen, Vogelstrauß-Reaktionen auslöste. Es existiert, so wie ich es bis heute erlebe, ein diskretes Ressentiment, welches Anwälte davon abhält ein Mandat zu Gunsten einer Aufklärung zu übernehmen. Dies zeigen Erfahrungen unabhängig von der Kostenfrage. (Ein Musterbeispiel für solche Haltungen war z. B. R'anwalt Armin Golzem in Frankfurt, früher bekannt als RAF-Verteidiger, später Kanzleikompagnon des Ex-Justizministers Ruppert von Plottnitz.) Und das war auch so bei meiner Anwaltssuche im Internet. Dabei wollte ich zuletzt nur in einem Nebenaspekt tätig werden. Deshalbmusste ich ohne anwaltliche Vertretung 2010 meine Klage auf Einsicht in die Kindes- und Adoptionsakten einreichen, nachdem alle hessischen Stellen es abgelehnt hatten die bei ihnen bestehenden Akten zu dem Fall zu öffnen. Solches Bestreben das einstige Unrecht zu vertuschen und vor einer näheren Untersuchung zu bewahren, indem man schon ein Akteneinsichtsgesuch konsequent negativ bescheidet, gefährdet andererseits, wie ich mittlerweile zu begründen suche, den"Rechtsfrieden". Dieser scheint jedoch absolut "egal", selbst nachdem meine eingereichten Schriftsätzen andeuten, dass mögliche Verbindungslinie zum Terrorismus bestanden bzw. potenziell weiterwirken. Wie ein Beschluss vom Dezember 2012 des OLG-Frankfurt unter 20W302/12 zeigt, will man sich mit diesem Background beim Fallkomplex Alexandra U. ("Xenia") unter keinen Umständen befassen und vielleicht die Finger verbrennen. Alle, die an Öffentlichkeit partizipieren verneinen daher auf ihre Weise bislang ohne nähere Prüfung ein "öffentliches Interesse" an Aufklärungsbemühungen zum "Xenia"-Skandal. Mit dieser Scheinbegründung wurde nun auch durch das Oberlandesgericht Frankfurt/Main Einsicht in Akten untersagt, aus denen möglicherweise ersichtlich würde, auf Grund welcher Interventionen 1981 das Recht gebeugt wurde, um die so offensichtlich gesetzwidrige Adoption meiner Tochter ohne Zustimmung ihres erziehungsberechtigten Vaters herbeizuführen. Selbst Hinweise, dass das Shoa-Schicksal meiner Familie bei einer neuen Generation fortgesetzt wurde, dass auch ich jahrelange Trennung von meiner Mutter in der DDR aus politischer Willkür erlitt und dass außerdem die gegebene Konstellation automatisch durch mich auch ohne ein Zutun, da ich väterlicherseits Araber bin, mittelbar die Motivation und die in Anspruch genommene "Legitimation vor Allah" von Terroristen bestärkt, also dass so geistige Einflüsse auf Tendenzen zustande kommen, die nicht nur in den 9/11-Anschlägen kulminieren, sondern weiterhin Terror, Morde, Anschläge in islamische Politik implementieren, ... auch diese Einlassung, kann anscheinend nicht davon überzeugen, dass deutsche! Verletzungen der Menschenrechte neutral und im Interesse der Öffentlichkeit und des "Rechtsfriedens" untersucht werden müssen. Dabei muss ich mich dank Erkenntnissen, wie sich die Integration meines Vaters in arabische diplomatische Milieus auf dem Background Europäischer Menschenverachtung für seine Enkelinnen spirituell, politisch und intellektuell auswirkt, fragen, ob nicht insbesondere der "Xenia"-Fall immer wieder Ereignisse mit-auslöst, die als "Terrorismus" wahrgenommen werden? Diese Gefahr entsteht durch die Haltung selbst der seriösesten Staats- und Politikinstanzen Europas. Wie oft habe ich nicht schon Politiker in dieser Sache vergeblich kontaktiert oder perönlich gesprochen. Einer unter vielen war z. B. 1991 der damalige grüne Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Wilfried Telkämper in Freiburg. Oder 1985 der grüne EP-Abgeordnete Schwalba-Hoth, den ich mehrfach traf. Im Herbst 1985 leitete er den Bundeskongress der DIE GRÜNEN in Offenburg. Ich durfte dort einen Redebeitrag halten noch vor dem späteren SPD-Innenminister Schilly, aber über mein familiäres Menschenrechtsproblem wollte in dieser Partei nie jemand von Bedeutung mit mir diskutieren oder seine Hilfe anbieten! Gleiches galt z. B. für Anke Fuchs, ex-Familienministerin der SPD oder für den SPD-Vize, MdB Gernot Erler, der auch öfters vergeblich auf diese Sache aufmerksam gemacht wurde. Und zwar schon lange vor 9/11, während parallel "Xenias" Traumatisierungen und Verzweifelung direkt auf das Milieu jener Al-Qaqida-Leute einwirkten, die von Hamburg-Harburg aus diese welterschütternden Anschläge zwei Jahre hindurch planten. Darüber ließe sich sprechen, doch wer in Deutschland will etwas von einer nationalen Mitschuld an Al-QaidaProjekten wissen?!

 

Ich muss nicht besonders betonen, dass ich im geschilderten Kontext manifest die ethischen Grundlagen aller Moral verletzt sehe und dabei besonders die Deutschen als die Erben ihrer schändlichsten Vergangenheit anklage angesichts ihrer manifesten Ignoranz und Gleichgültigkeit. Sie setzen nicht nur den Geist der Menschenrechtsnormen mit der "Xenia"-Affäre außer Kraft, sondern erteilen schon mit ihrem ostentativen Desinteresse am politischen, religiösen, historischen Hintergrund, der beteiligt ist, eine unglaubliche Lektion. Sie bringen damit die Legitimation geradezu hervor für diejenigen, die in blindem Fanatismus Aufforderungen des Propheten im Koran zu befolgen meinen, wenn sie (u. U. auch im Westen) Massaker anrichten. Dies gebe ich zu bedenken, da informelle Beziehungen zu solchen Kreisen aus dem weiten Kreis meiner arabischen Familie zu bestehen scheinen. Zugleich sehe ich keinen Grund solche Angehörige nicht über das, was die Deutschen bei der "Xenia-Affäre" verzapfen, in Kenntnis zu setzen. Diese ziehen Konsequenzen und bestärken/finanzieren in einer Kettenreaktion wiederum Djihadis, die im Nahen und Mittleren Osten oder in Nordafrika den assymetrischen Djihad durchführen.

Mir scheint's jedenfalls, dass es nirgends einen so eindeutigen Test auf Moral, Ethik, Integrationswillen und Rechtsverständnis von deutscher Justiz, Politik und Öffentlichkeit gibt als in den Facetten dieses Musterfalls, der dank ungeheurer Ignoranz gerade auch der Medien einen Maßstab liefert, an dem sich Deutschlands Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit messen lässt. Ich musste im übrigen nie etwas Illegales, nie einen irgendwie als "Aufruf zur Gewalt" interpretierbaren Appell unternehmen, um den "Tenor" der Justiz, Politik und Medien zu meinen familiären Menschenrechtsfällen weiterzuleiten an welche, die sich statt auf das Grundgesetz auf die 'Scharia' berufen. - Aber was bleibt denn anderes?

 

Dieser Skandal erscheint übrigens auch aus einer deutschen historischen Perspektive pervers, da hierbei die Haltungen von Justiz, Politik und Medien sogar auf konservative deutsche Rechtstradition mittelbar zurückwirken. Dies ebenfalls im Familienkontext: Mein Urgroßvater, Friedrich von Duhn, war Patenkind eines der berühmtesten deutschen Juristen, Friedrich Carl von Savigny. Sein Vater, daher mein Ur-Ur-Großvater, Carl-Alexander von Duhn, war im Hanseatischen Obergericht das von Lübeck bestellte Mitglied. Er war außerdem beteiligt an der Ausarbeitung des BGBs, das im Jahr 1900 in Kraft trat und bis heute gilt. M. E. schneidet sich daher ehrenhafte deutsche Rechtstradition mit der heutigen Behandlung seiner Ur-Ur-Ur-Enkelin ins eigene Fleisch. Nebenbei scheinen sich aus solchem Kontrast transzendentale Aspekte zu ergeben. Was ich literarisch behandele in 'Swiss-Made Time!'. Eine gewisse Parallelität in Zeit und Raum fällt zudem auf, wenn man dem Schicksal von "Xenias" Halbschwester "Estrella" in der Schweiz nachgeht. Ihr Großonkel, Professor Alfred Siegwart, war ein Jurist, der an der Ergänzung und Kommentierung des Schweizer Zivilgesetzbuches von 1907 (1912) beteiligt war. ... Pendant zum deutschen BGB.

 

Vis-a-vis diesem Kontext muss man sich den Entwicklungsweg von "XENIA" und ihrer Mutter vor Augen führten. Seit Wiederbegegnung 1986 mit Anita war ich bass erstaunt, wie weitgehend sie sich radikalisiert hatte. Sie gab ihrer tiefen Reue Ausdruck, dass sie sich noch in der Geburtsklinik unsere Tochter hatte abnehmen lassen. Zugleich erkundigte sie sich angelegentlich über meine seit 1983 erfolgten Schritte beim Amtsgericht Bad Homburg und beim Landgericht Frankfurt, um die Adoption "Xenias" aufheben zu lassen. Auch die Vergeblichkeit meiner Versuche ein Engagement für dieses Kind bei Medien und Politikern zu erreichen, beeindruckte sie. Da nun unser ehemaliger Haus-zu-Haus-Nachbar Schäuble seit dem 16. 8. 1984 mitnichten das mir an jenem Tag gegebene Versprechen einhielt sich von Regierungsseite für die Aufklärung des Skandals einzusetzen, reagierte sie auf meinen Bericht dazu erzürnt und rachsüchtig. ... Kurz nach dem 30. 11. 1989, Tag an dem ein bis heute unaufgeklärter RAF-Anschlag dem Leben des Vorstandssprecher der DEUTSCHEN BANK, Alfred Herrhausen, unmittelbar beim Amtsgericht von Bad Homburg ein Ende setzte, gab es Telefonate mit Anita, in denen sie sich als Mittäterin bekannte. Sie selber habe den Tatort bestimmt, verkündete sie arrogant. Indem sie gerade diese Stelle für die Platzierung der Bombe als Beteiligte bei der Terroristengruppierung, die sich zum Anschlag bekannte, aussuchte, habe sie symbolisch reagiert auf die vergebliche Adoptionsanfechtung. Allerdings nachdem dieser Aspekt des spektakulären Attentats in der Folge nicht an die Öffentlichkeit drang, überraschte mich Anita 1990 mit einer Vorankündigung: Herr Schäuble, der auf die Xenia-Affäre nicht angemessen einging, werde dereinst ihrer "mütterlichen Blutrache" zum Opfer fallen. ... Neun Tage nach der deutschen Wiedervereinigung gab es dann wirklich einen Anschlag auf den damaligen deutschen Innenminister. Höchst symbolisch fand er nur wenige Kilometer entfernt von jenem Oberkirch statt, wo wir am 7.9.79 geheiratet hatten. Anita behauptete nun in Telefongesprächen - ich lebte fernab - sie habe den geistesverwirrten Schützen aus Appenweier, der Herrn Schäuble in Oppenau mit drei Schüssen lähmte, schon einiges zuvor auf der Drogenszene von Darmstadt kennengelernt. Ob sie die Wahrheit sprach, konnte ich nicht entscheiden. Fakt war, sie verkehrte schon lange dort als „Dealerin“, was es immerhin glaubhaft machte, sie sei diesem drogensüchtigen Mann begegnet. Sie sagte, sie habe ihn durch Drogengeschenke suggestiv beeinflusst. Nachdem sie ihn genügend motiviert habe, so behauptete sie, habe sie ihn konkret dazu aufgestachelt diesen prominenten Politiker zu erschießen. Es ist dem Desinteresse diverser Journalisten geschuldet, denen ich Anitas Version erzählte, dass es bisher nie Recherchen gab, die den Einfluss ihres Motivs bei diesen beiden Attentaten hätten verifizieren können. Dem ungeachtet steht eine gewisse sinnhafte Symbolik im Raum, die man bei beiden Anlässen aus unserer Perspektive herausliest, falls man diese Ereignisqualitäten philosophisch beurteilt. Diese wäre auch dann gegeben, wenn nur Zufälle gewaltete hätten. 

 

Weiteres zur Vorgeschichte:

 

Wie oben unter ‚ein Nachspiel zur RAF’-Geschichte aus diesem Kontext?' erwähnt, befand ich mich 1977 in losem Kontakt zu algerischen Kreisen, die aus dem antikolonialen Geist des Algerienkrieges, der bis 1962 mit enormer Grausamkeit tobte, keinen Anstand nahmen der deutschen RAF logistische Hilfe zu leisten. Dieses Kapitel wird wohl nie vermittels algerischer Quellen historisch untersucht werden, und was Details anbelangt bin ich kaum informiert. Dennoch lassen sich mittelbare Folgen vermuten, wenn man sich in jene Zeit zurückversetzt und berücksichtigt, mit welcher Intensität das Umfeld der westdeutschen Linken beobachtet und überprüft wurde. So vermute ich im Nachhinein, dass möglicherweise der Bundesnachrichtendienst irgendwie davon Wind bekam. Aus solchen, absolut intransparenten Kreisen wurde eventuell darauf Einfluss genommen, dass meine Abstammung von einem Araber in der BRD Diskriminierung begründete, die sich seit 1980 im Menschenrechts verletzenden Kindesentzug der „Xenia“-Affäre manifestiert. Dass mit einer enormen Selbstverständlichkeit Diskriminierung wegen meinem Vater erfolgte, kann ich mittlerweile anhand eines juristischen Verfahrens nachweisen, in das ich erst 2011 Einblick erlangte. Nun erhielt ich vom Freiburger Oberschulamt Gelegenheit die Dienstakte meiner Mutter einzusehen, die 1978 als Baden-Württembergische Lehrerin einem extremen Mobbing ausgesetzt war und schließlich vom Dienst suspendiert wurde. 1980 wurde sie zwangsweise frühpensioniert, wogegen sie sich in einem Verfahren beim Verwaltungsgericht wehrte, das für sie der renommierte Medienrechtler und Anwalt Dr. Götz-von-Olenhusen/Freiburg führte.

Beim Lesen erstaunte ich immer mehr, als ich aus den alten Schriftsätzen erfuhr, wie man ihr mit perfider Gemeinheit von Seiten ihrer Dienstvorgesetzten und der Dorfbevölkerung bei Oberkirch/Schwarzwald seit 1977 die geistige Normalität absprach und unbedeutende Beschwerden aufbauschte, nachdem die Information durchgesickert war, dass sie nicht nur uneheliche Mutter, sondern noch dazu ein Araber Vater ihres Sohnes war. Das wurde in jenem Milieu und auch beim Schulamt als totale Disqualifikation gewertet. Anscheinend auch deshalb, weil sie es bei ihrer Beamtung verschwiegen hatte, woher der Kindesvater kam. Man versuchte ihr nun Dienstunfähigkeit aus angeblich verwirrter Realitätswahrnehmung nachzuweisen. Wobei es eine wesentliche Rolle spielte, dass sie sich bei einem beauftragten Psychiater dazu erklärte, wer genau dieser arabische Vater ihres Kindes war. Man versuchte sogleich ihre Glaubwürdigkeit anzuzweifeln, als sie wahrheitsgemäß darlegte, dass mein Vater erst 1977 wieder aufgefunden wurde und inzwischen international als Diplomat wirkte. Aus einem Vorfall hatte es sich ergeben, dass er in jenem Oktober 1977 mit dem ihm wohl bekannten Außenminister sprach im Kontext von algerischen Vorgängen, die sicherlich in Südbaden niemanden etwas angingen. Solch ein Detail hatte sie nur vorgebracht, um über die Seriosität meines Vaters keine Zweifel aufkommen zu lassen, doch, wie aus der von mir gelesenen Korrespondenz hervorgeht, tat man so, als erfände sie das Blaue vom Himmel. - Erwähnt sei übrigens, dass jener Außenminister Abdelaziz Bouteflika hieß, der heutige Staatspräsident. Erwähnt sei nebenbei auch, dass die Ehefrau meines Vaters in jener Epoche bei europäischen Botschaften in Algier als Sekretärin arbeitete und in jenem diplomatischen Milieu auch dem heutigen Staatspräsident Frankreichs, Francois Holland begegnet ist, der 1978 an der Französischen Botschaft in Algier tätig war. - Doch an den Mitteilungen meiner Mutter zu Algier hängte man in einem psychiatrischen ‚Gutachten zur Feststellung der Dienstfähigkeit’ von Seiten des Staatlichen Schulamts ein Urteil über ihren angeblichen „Realitätsverlust“ auf, bescheinigte ihr Wahnvorstellungen und begründete so ihre Entlassung aus dem Schuldienst. Der unverschuldete Verlust der professionellen Identität schädigte sie allerdings dann psychologisch und mit langfristigen, nie wieder geheilten Folgen! Bevor ich in diese Akte Einsicht nahm, hatte ich keine Ahnung, dass meine Existenz, meine väterliche Abstammung ein Hauptgrund dafür war, dass meine Mutter aus dem staatlichen Schuldienst entlassen wurde. Dass meine Aktivitäten in Algerien, von denen sie naiv erzählte, im Endeffekt zu einem im Geist der „Sippenhaft“ durchgeführten Entzug der Berufsbefähigung bei ihr führten, hätte ich vor Einsicht in diese Akte niemals vermutet. Diese Facette des deutschen Nachkriegsfaschismus gibt mir zusätzlichen Anlass zur Frage, ob nicht nach 1977 eine heimliche staatliche Überwachung stattfand, die mit einer Einflussnahme auf die ansonsten vollkommen unverständliche Behandlung der Kindschaftssache verbunden wurde. Jedenfalls bestätigt der Vorgang meine Befürchtung, dass „Xenia“ von staatlicher Seite absichtlich in eine rechtswidrig zustande gekommene Adoption hinein geschoben wurde und dass diese Intrige aus einem politischen oder polizeilichen Background hervorging, der mit der Verfolgung der RAF und vermutlicher Sympathisanten befasst war.

 

Ich berichte dies hier, weil ich mich in Anbetracht der Informationen dieser Webseite anscheinend schicksalsmäßig mit immanent im Westen erzeugten Potenzialen an Legitimität und Legitimation von Terrorismus befassen sollte. Was übrigens ein breiter ausgeführtes Sujet im dokumentarischen Roman ‚Swiss-Made Time!’ ist. Aspekte, die ich aus den hier erörterten Familiengeschichten beziehe, weisen meiner unmaßgeblichen Auffassung nach in eine solche Richtung. Sie scheinen ihrer indirekten Wirkung nach angesichts einer unfassbaren Gleichgültigkeit unserer Gesellschaft vis-a-vis Auswüchsen eines heimlichen Faschismus zu Phänomenen des modernen Djihads beigetragen zu haben. Dazu kann u. a. dargelegt werden, dass ich „Xenias“ Anschrift 1997 / 98 erst mit Hilfe damaliger Agenten des Algerischen Geheimdienstes fand, die sich zeitweilig aus islamischen Gefühlen heraus um ihren Fall kümmerten. Der Koran verlieh in ihren Augen, so wie sie es seinerzeit diskutierten, gegenüber einer völlig indifferenten Gesellschaft Legitimation für Vergeltung. Sie sahen versteckte Auswüchse von Kolonialismus und Rassismus bei dieser Affäre und damit den Islam, sowie Ehre und Nationalstolz der Algerier beleidigt. So formulierte „Legitimität“ entstand gemäß dieser Argumentation, weil Hunderte Non-Reaktionen auf diese Sache, wie auch auf den Fall von „Xenias“ Schweizer Halbschwester, deutlich die heuchlerische Blasphemie des Westens bewiesen. Dabei nicht etwa an der Peripherie des Systems, sondern in immanentesten Zonen westlicher Kultur: Einer der wichtigsten Politiker Deutschlands schaute ungerührt aus dem Nachbarhaus beim „Xenia“-Skandal weg ./ Und der „Estrella“-Fall regte dazu an, darüber nachzudenken, dass ihr Großonkel den DIOGENES-Literaturverlag mit-begründet hat. - Wo blieb da das Niveau der „Hochkultur“, des „literarischen Herzens“ des Westens?

Man sollte sich auf dieser Folie konkret mit dem so unwahrscheinlichen, eher nach literarischer Konstruktion klingenden Zufall beschäftigen, dass die deutsche AlQaida-Zelle, die mit ihren Intentionen 2001 den Anstoß zu gewaltigen Kriegshandlungen und zum weiterhin stattfindenden „clash der Kulturen“ gab, seit 1998 ausgerechnet in jenem Städtchen (Harburg) agierte, in dem „Xenia“ aufwuchs. Diesbezüglich vertrete ich eine plausibel erscheinende Theorie: Weil ich einerseits weiß, dass bei den o. g. Agenten einige Affinität zu jenen Islamisten vorlag, die 1992 - 1999 den schrecklichen Algerischen Bürgerkrieg entfalteten, und weil generell bekannt ist, dass aus diesen Kreisen informelle Beziehungen zum AlQaida-Netzwerk bestanden und bestehen, glaube ich in der Annahme nicht fehl zu gehen, dass dieser „Harburger Zufall“ nicht wirklich „zufällig“ zustande kam. ... Zu diesem Sujet und vielen weiteren bizarren Zufällen habe ich einiges in ‚Swiss-Made Time!’ dargelegt. Was übrigens, weil erwähnte Ereignisse oft nur in einer transzendentalen Qualität interpretierbar werden, keinen persönlichen Kontext zu Terrorismusverbrechen oder deren Anstiftung hergibt. Doch es besteht eine spirituelle, quasi esoterische Beziehung zu jenen, die in der islamischen Welt auf einer juristisch nicht fassbaren religiösen, diplomatischen oder politischen Ebene AlQaida-Aktionen und gewalttätigen Djihad inspirieren oder gewähren lassen. Aus solchen Sphären bezog ich die Interpretation einiger Koran-Verse zum islamischen „Recht des Djihads“, die ich auf S. 554/555 im 20. Kapitel von Teil III meines Romans angebe. Mein Roman verfolgt diese esoterische Partizipation aus einem beobachtenden Blickwinkel, der Parallelität, Synchronisationen, verblüffende Koinzidenzen wahrnimmt und interpretiert. Er stellt fest, dass die Legitimität für Grenzüberschreitungen, die das Versagen europäischer Moral aus islamischer Sicht produziert, indirekt weiterwirkt. Da dieses Phänomen immer wieder bemerkenswerte Resultate zeitigt, versuchte ich mittels diverser Initiativen nach Erscheinen von ‚Swiss-Made Time!’ darauf hinzuweisen, um Gesprächsbereitschaft, öffentlichen Dialog darüber zu erreichen. Ein erneuter Versuch so den Horizont der Diskussionen über „Djihadgefahren“ zu erweitern, liegt mit einem „offenen Brief“ von 16 Seiten vor, den ich Anfang August 2012 an die US-Außenministerin, Hilary Clinton, richtete. Kopien gingen ans Weiße Haus und an drei als „kritisch“ bekannte Zeitungsredaktionen in den USA. Er enthält bestimmt zum ersten Mal eine Aufklärung über politische und spirituelle Nebeneinflüsse auf die Entwicklung des AlQaida-Netzwerkes, die aus dem oben konstatierten Versagen westlicher Menschenrechtsstandards hervorgingen. Um die inbegriffene Bedeutung zu charakterisieren, die ich in meinem Roman wesentlich ausführlicher vorstelle, indem ich da u. a. Impulse dokumentiere, die insbesondere auch den Nahostfriedensprozess betreffen, stellte ich ein Zitat aus dem Mund Theodor Herzls zum Antisemitismus voran: „Qui tacet consentire videtur!“ Ich beziehe es auf die nie in die Öffentlichkeit gelangten Menschenrechtsverletzungen, denen nun diese Webseite gilt, und demonstriere so die moralische Verwerflichkeit jener Politiker, Richter, Medienleute, die mich mit der Materie seit nunmehr 29 Jahren auflaufen lassen: „Wer schweigt, muss sich dies als Zustimmung anrechnen lassen“. So übersetze ich es. Eine Maxime, die demonstriert, warum selbst die Autorität des Gründers von Israel für die Erklärung indirekter Folgen der hier behandelten Skandale in Betracht kommt.  - Link zum PDF mit dem Brieftext vom 6. 08. 2012. -

Lesen Sie ihn und kommentieren Sie, falls sie die Zeit für Reflexionen erübrigen, was ich im Folgenden dazu feststelle: Es ist an mir mein Erstaunen ausdrücken, dass dieser Brief in den USA derart missachtet wurde, dass ich von keinem der Adressaten auch nur eine Eingangsbestätigung, geschweige denn Nachfragen zu Punkten seines Inhalts erhielt. Ans US-Außenministerium ging er als Einschreiben mit Rückschein am 11. 08. 2012. Doch nicht einmal der postalische Rückschein kehrte zurück, internationale Postnachforschungen blieben ergebnislos. (Hier als PDF: anklicken!) Als wie unwichtig oder lästig wurden wohl die in ihm erwähnten Fakten und Argumente betrachtet, und dies auch in den Redaktionen, z. B. der NYTimes? Dabei bin ich seither selber erstaunt, mit welcher Präzision sich in der Folge Mediennachrichten einstellten, die Sujets dieses Briefes reflektieren. Wäre ich professionell als Politikberater und Prognostiker tätig, ich hätte darin gute Vorhersagen abgegeben. Denn in diesem Brief erwähne ich genügsam Algerien oder auch meine Verbundenheit mit der arabischen Revolution in Libyen, Land in dem ich ursprünglich hätte zur Welt kommen sollen, wie einige bei mir vorhandene Briefe beweisen, um verständlich zu machen, wie hintergründig von dort aus Einflüsse am Werk sein können, die den immer stärker aufkommenden Islamismus und islamistischen Terrorismus begünstigen. Ich denke, mein Brief lässt sich schon ab den ersten Zeilen nicht anders verstehen, denn als Andeutung eines zum Jahrestag, dem 11. 9., bevorstehenden gegen die USA gerichteten AlQaida-Anschlags. Die vielfältige Erwähnung von diplomatischen Kreisen und Politik - auch Terrorismus - in beiden Ländern hätte außerdem zur Ahnung Anlass geben können, dass von einem solchen Anschlag Diplomaten betroffen sein würden. Zudem war, bevor dieser Brief in den USA eintraf, Algerien ausgeblendet aus der aktuellen Medienwahrnehmung, höchstens mal am Rande erwähnt; doch seit er ankam, geriet neben Libyen auch Algerien immer weiter in den Fokus der Medien. Dies insbesondere mit Blick auf islamische Djihadisten, die in beiden Ländern (sowie in Mali, Mauretanien und Niger) mit aus Libyen gelieferten Waffen Kriege führen, was aktuell westliches Militär involviert. Ich kann nicht sagen, dass ich außerhalb spiritueller Verbindungslinien konkrete Inspiration beisteuere, dennoch hätte m. E. die US-Administration sensibilisiert sein sollen, schon mal durch den Hinweis auf einen früheren Botschafter Algeriens in den USA. - Selbst wenn dies im Kontext nur auf Privates hinweist. Parallel zum Eintreffen meines Briefes wurde unerwartet ein algerischer Diplomat, Lakhdar Brahimi, von der UNO als Vermittler im Syrienkonflikt nominiert. Vermutlich ein früherer Bekannter oder gar Freund meines Vaters. Seitdem bedeutet nicht allein der viel beachtete Anschlag auf den US-Botschafter am 11. September 2012 in Benghasi eine wahrnehmbare Erfüllung von enthaltenen Vorhersagen, sondern auch weitere Ereignisse. Sowohl die Eskalation, die die Hamas im Gaza-Streifen Dezember 2012 mit antiisraelischen Raketenangriffen heraufbeschwor, wie insbesondere der Überfall ehemaliger AlQaida-Kämpfer auf das algerische Gasfeld Amenas am 15. 01. 2013 - eine Aktion, die Algerien auf einmalige Weise ins Rampenlicht rückte und außerdem westlichen Ölarbeitern das Leben kostete - könnten u. U. verdeutlichen, wie die moralische und spirituelle Ausstrahlung der benannten Menschrechtsrepression in Mitteleuropa, die von Beginn an extreme politische Facetten aufwies, synchron zu wirken vermag. Absurd finde ich vor allem, dass die Nichtbeachtung meiner Hinweise durch die US-Administration und US-Medien, sich sogleich atmosphärisch bemerkbar zu machen schien. Etwa bei der CIA, die unter dem Gesichtspunkt der Terrorabwehr u. U. hätte prüfen müssen, ob der Brief irgendetwas benennt, was man im „war against terrorism“ seit 9/11, 2001 noch nicht wusste. Sie verlor nun so unerwartet ihren Direktor (General Petraeus), dass es frappierend wirkt, falls man geneigt ist diese Koinzidenz zu beachten. Dazu ausgerechnet über einen Sexskandal! Was zynischen Spott herausfordert, wenn man berücksichtigt, dass mein Brief vor allem eine Einladung enthält sich mit meinem dokumentarischen Roman zu befassen, ... der spasshalber und des Islamismus bestimmt unverdächtig mit Sexszenen einsetzt. Ich war davon ausgegangen, dass sich der US-Auslandsgeheimnis und das State Department mindestens der Mühe unterziehen würden, die politischen Inhalte des Tatsachenromans, seine Dokumente und Aussagen zu prüfen, sowohl die offenen wie auch die hermeneutisch versteckten, um entscheiden zu können, ob Items darin von Belang sind. Andererseits wusste ich bei dieser Buchempfehlung von vorneherein, wie wenig Verständnis und Kompetenz für die deutsche Sprache oder die diskrete Ambiance der Schweizer Eliten in den USA zu finden sein würde. (Ein subtiles Beispiel lieferte etwa der Ex-US-Undersecretary-of-State, Stuart Eizenstat, mit seinem Report „Imperfect Justice“ von 2003 zu NS-Entschädigungsverhandlungen [nicht zuletzt mit Schweizer Bankiers und dabei u. a. mit einem öfters erwähnten Schwager einer Großtante meiner Tochter „Estrella“] den ich im Brief vom 6. 8. 2012 bezüglich Themenfelder des Romans erwähne.) Allerdings kann es trotz Hohn und Spott hinsichtlich erkennbarer Inkompetenz im Apparat der US-Außenpolitik keine Befriedigung gewähren, dass sich Mrs. Hilary Clinton, nachdem auch ein 2. Brief vom 18. 10. 2012 an sie und das Weiße Haus kein Feedback, keine Reaktion hervorrief, inzwischen wegen einer Gehirnblutung ins Krankenhaus begeben musste. Aber dazu addiert sich in dieser Perspektive, dass ihre UNO-Vertreterin, Mrs. Rice, mittlerweile wegen einigem Aufruhr in der US-Politik nach 9/11-Benghasi nicht zu Hilarys Nachfolgerin nominiert werden konnte. Was von mir so kommentiert wird, dass eine gewisse Beachtung im August 2012 für meinen „offenen Brief“ vielleicht den fürchterlichen AlQaida-Erfolg des Anschlags von Benghasi verhindert hätte.

Doch schon bei Absendung traf ich für mich ungefähr die folgende Feststellung: Entweder sie analysieren diesen Brief und meinen Roman, auf den er vielfach hinweist, oder die Herrschaften werden einige Bedeutungsaspekte, die sich darin finden, gelegentlich nicht bloß theoretisch erfahren und erleiden. Dem entsprechend fand ich es angemessen, dass die Karriere des CIA-Chefs nun so endete, wie der Roman anfängt, den seine Leute keiner Auswertung wert fanden. Das Buch will explizit täuschen, und so beginnt es absichtsvoll mit Sexgeschichten, die die Leser irreführen und von brisanten politischen Dimensionen erst einmal ablenken, worauf ich andererseits im Vorwort des Buches deutlich hinweise. Weniger spassig ist natürlich, dass mein expliziter Briefhinweise auf das im Dokumententeil z. T. abgedruckte Interview mit einem der Gründer und heutigen Medienverantwortlichen der libanesischen Hisbollah auf diese Weise gleichfalls keine Beachtung fand, während ich in meinem Kommentaren dazu in ‚Swiss-Made Time!’ ausdrücklich darauf hinweise, welche Bedeutung der hohe Repräsentant des Genfer IKRK im Libanon jenem Interview beimaß, in dem erstmalig - und zwar schon 2001! - die Frage aufgeworfen wird, ob es zu einer (islamischen) Nuklearwaffenproduktion [im Iran, beim Alliierten der Hisbollah] kommen wird.

Hier ist kein Ort, um meinen Roman noch weiter zu erörtern und diese Frage abzuhandeln. Doch ein kleiner Hinweis: Oben habe ich erwähnt, mit welcher Anteilnahme Anita und ich 1979 die Iranische Revolution miterlebten, dabei in direkter Beziehung zu Exil-Iranern. Schon in jenem Jahr, also noch bevor „Xenia“ geboren wurde, beeindruckte mich der quasi astrologische Zufall, dass genau an ihrem Geburtstag, dem 4. November, die Besetzung der Teheraner US-Botschaft durch persische Studenten erfolgte. Diese 440 Tage andauernde Affäre, die Jimmy Carter eine zweite US-Präsidentschaft kostete und noch heute diplomatische Beziehungen zwischen USA und Iran verhindert, wieweil ausgerechnet die Schweiz als diplomatischer Treuhänder der USA im Iran fungiert, und die nun erneut von einem Hollywood-Film, „Cargo“, ins Visier genommen wird, kann man als Zeitkolorit im Background der „Xenia-Affäre“ genauso einbeziehen, wie die spätere Affäre um das von ihrer US-Mutter Betty M. in Teheran zwangsgetrennte Kind, die in „Nicht ohne meine Tochter!“ erzählt wird: Buch und Film, durch die im Propagandakrieg seit ca. 1986 eine Vorurteilsstruktur gegen den Iran montiert wurde. Und zwar parallel zur Empörung über die ‚Salman-Rushdie-Todesfatwa’ Chomeinis wegen seines Werks, ‚Satanische Verse’. - Quasi von den Sternen produzierte „Zufälle“, spielten seither immer wieder eine bizarre Rolle, und auch das anti-amerikanische politische Element blieb, wie man bemerkt, im Umkreis der „Xenia“-Affäre, die wie ein westliches Pendant zu „Nicht ohne meine Tochter!“ begriffen werden kann, erhalten. Es zeigten sich auch immer wieder neue, meistens makabere Anknüpfungspunkte und Anspielungen an Terrorismus und den islamischen Djihad. Das gebe ich zu bedenken, während mich kein bisschen Fanatismus irgendeiner Sorte erfüllt und dazu antreibt, hier solche Worte zu finden. Zu bedenken geben möchte ich außerdem noch einmal sehr ernsthaft, dass viele deutsche Politiker, die ständig in die Medien eingeschaltet werden und die ich wegen ihrer Zahl hier kaum auflisten könnte, mehrfach und trotzdem vergeblich in Zusammenhang der Fälle meiner Töchter angeschrieben und um Hilfe geben wurden: Ohne je irgendeine Antwort zu erhalten! Eklatant war diese diskriminierende Missachtung z. B. auch beim MdB Rudolf Binding, erster Präsident des staatsfinanzierten ‚Deutschen Instituts für Menschenrechte’ in Berlin. Oder etwa bei jenem grünen Politiker, Tom Königs, der seit 2009 dem Bundestagsausschuss für Menschenrechte vorsitzt. Er zeigt für mich - zuletzt bei einer Episode 2010 - sogar musterhafte die Phänomenologie eines „aufrechten“ Politikers, dessen schizophren abgespaltenes Unterbewusstsein rassistischer Diskriminierung hervorbringt ohne dass er dies bei sich bemerkt. In ‚Swiss-Made Time!’ berichte ich von einem Schlüsselerlebnis, durch das ich diesen Mechanismus erkannte, das sich im Frühjahr 1982 bei einer Versammlung des Kreisverbands der Frankfurter Die Grünen abspielte. Ich wurde dort in schärfster und krass beleidigender Weise von Leuten angegriffen, die der „Realo-Fraktion“ rings um den späteren deutschen Außenminister J. Fischer zugehörten. Die Attacken waren so brutal, dass die Versammlungsleiterin Jutta Ditfurth, eine der bedeutendsten Parteigründerinnen der DIE GRÜNEN, sich genötigt sah diese Leute zu fragen, ob sie mir überhaupt das Recht zu leben zugestehen würden. Das wurde gröhlend verneint. Diese Leute, einige darunter, die späterhin durch grüne Politik und Protektion in Regierungsämter gelangten, waren objektiv von Mordimpulsen erfüllt. ... Damals gehörte Tom Königs politisch exakt zu dieser Gruppe. Ob er an jenem Tag persönlich anwesend war, kann ich nicht mehr bestätigen. Doch ich verfolgte in Gedanken an jenen Moment vor 28 Jahren mit Spannung seine Reaktion auf meine Intervention, als er bei einer Diskussion zu Fremdenhass und -diskriminierung im Freiburger Theater zugegen war, die von der grünen Bundestagsabgeordneten, Kerstin Andreae, im Juli 2010 organisiert wurde. Ich wollte da auf Inhalte von ‚Swiss-Made Time!’ hinsichtlich der geschilderten Affären aufmerksam machen und betonte in meinem Beitrag, was es bedeutet, dass diese Menschenrechtsskandale unterdrückt, nicht aufgeklärt, von öffentlicher Wahrnehmung auch nach Erscheinen meines Buches ausgeschlossen wurden. Wie im Stillen schon antizipiert reagierten der MdB Tom Königs und im Gleichklang mit ihm weitere anwesende grüne PolitikerInnen vor allem mit steinernen Gesichtern und starrer Haltung, die nicht die mindeste menschliche Regung, keinerlei Anteilnahme, sondern nur Indifferenz und höhnische Arroganz erkennen ließen. Nicht eine-r bemühte sich nachzufragen, mit mir ein Gespräch anzuknüpfen, nähere Infos einzuholen! Es gab nur diese ungeheuere Intransingenz, die allein Machtstrategien und das eigene Image im Blick behält, während man sich automatisch über jegliche Information hinwegzusetzen vermag, die nicht dienlich erscheint: Eine Realitätsverweigerung, die Themen abperlen lässt, die vielleicht unerwartet auftauchen und spontane eigene humane Reflexionen erfordern würden, welche, die nicht nur den bisher eingeübten Schemata entsprechen. Diese Veranstaltung - parallel zum WM-Fußballspiel Deutschland/Italien, das die Deutschen verloren - gebar wieder einmal nach Tausend vorhergehenden einen weiteren historischen Moment, der rational bewies, dass der Hohn blasphemischer Menschenrechtslügen bei Politikern selbst aus dem innersten Herzen dieser Kultur&Demokratie Terrorismus und Djihad provozieren kann. Allein nur schon geistig-spirituell, gefühlsmäßig, noch vor jeder intellektuell gesteuerten und vermittelten Reaktion.

 

Für Nachfragen / Kontaktaufnahme mit Jan von Duhn:    coincedition@swissmade-time.eu

 

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P.S. am 15. 08. 2017

 

Aus manchen Beschreibungen in 'SWISS-MADE TIME!' ergeben sich Fragen wie:

 

Kann man sich Inspiration von Terrorismus vorstellen, die allein aus Telepathie, aus extrasensorisschen übersinnlichen Impulsen hervorgeht? ... Und dies ohne jede Nachweismöglichkeit von direkter Kommunikation oder persönlicher Begegnung zwischen "Auftraggeber" und jenen, die als 'Shahids' in Aktion treten? Welche Rolle spielt  

das sprituelle Flair, Fluidum, Geist, Unterbewusstsein des "wahren Gläubigen" gemäß dem Koran? Also ein Potenzial. welches außerhalb des Christentums oder Judentums psychische Kräfte entfaltet, die vermutlich aus der ungeheuren Glaubensstärke von Milliarden Muslimen entstehen. - Wie kann nun jemand aus dem deutschen Sprach-

raum darauf reagieren, wenn Djihad-Mordimpulse sich zugleich auf wertvolle Geistestraditionen unserer Kultur stützen und dabei vor allem auf die angetroffene Unwahrhaftigkeit und Unaufrichtigkeit in Medien und öffentlicher Politik rekurrieren? Impulse folglich, die sich zwar aus Kraftfeldern im "Herzen" der deutschsprachigen Zivilisation ergeben, aber vielleicht trotzdem die Moral derjenigen in Gewalt verkehren, die in der vorgefundenen Humanität nur Scheinheiligkeit und Lippenbekenntnisse erkennen? Diese und viele weitere Fragestellungen klingen im Roman

'SWISS-MADE TIME!' an, wenn man versucht ein erweitertes Fazit zu ziehen, aus dem dort Berichteten. 

 

Es gibt im übrigen ein Feld von Fakten und Geschehnissen, die noch zur Vorgeschichte des "Xenia-Skandals" am Rande mit dazu gehören und ihn begleiteten, die aber bisher noch unerwähnt blieben.

 

Aktuell anlässlich des world-economy events der 'G-20-Staaten' vom 7.7. - 10.07. 2017 in

 

Hamburg erhielt der Türkische Präsident Erdogan  einen "Offenen Brief"zum 'XENIA-Fall',

 

der in Deutschland spielt(e).  Siehe PDF hier und ganz oben am Seitenanfang. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Juli 2017

 

An den Präsidenten der Türkischen  Republik R.T. Erdogan über das Türkisches Generalkonsulat Hamburg 

 

 

 

Eine MENSCHENRECHTS-AFFÄRE, bei der (der deutsche) Finanzminister Schäuble indirekt Verursacher brutaler Staatseingriffe war, diese ignorierte und sich damit sein eigenes Urteil schrieb ...

 

 

Sehr geehrter Herr Präsident Erdogan!

 

Lassen Sie mich das Thema dieses Briefes umreißen.

 

Viele europäische Länder sind in helle Aufregung geraten, als die Türkei Vorwürfe erhob, dass hinsichtlich Wahrung der Menschenrechte, Medien- und Pressefreiheit unendliche Heuchelei auffindbar ist. Empört wiesen Politiker hierzulande solche Vorwürfe zurück. Türkische Offizielle, die die Einschränkungen und Verletzungen von Menschen-rechten in Westeuropa angeprangerten und faschistische Praktiken feststellten, erregten das Missfallen politischer Kreise. Unsere Massenmedien beschwerten sich heftig. Vor allem reagierte man beleidigt, wenn von Türkischer Seite Doppelzüngigkeit konstatiert wurde hinsichtlich der Wahrung von Menschenrechtsprinzipien. Statt jedoch existierende Skandale ausfindig zu machen und ihnen auf den Grund zu gehen, wurde deren Existenz in Deutschland nicht einmal in Betracht gezogen. Sie werden bislang verleugnet, und entsprechende Vorwürfe werden stets als absurd bezeichnet. Unsere beleidigten Politiker sehen „die nationale Ehre“ verletzt, da Deutschland am gründlichsten bereit sei sich vom Schmutz der faschistischen Vergangenheit durch Aufklärung und Erforschung der Geschichte zu reinigen. Mit diesem Tenor weist man Vorwürfe zurück, dass in Deutschland die erklärten europäischen Standards von Grundrechten und Demokratie, Meinungsfreiheit und Rechtssicherheit nicht genügend eingehalten werden. Lieber rügt man selbstgerecht fremde Länder, während eigene Doppelmoral und ethische Doppelstandards, die in diskreter Weise auch hinsichtlich Meinungs-, Versammlungs- und Informationsfreiheit gelten, nicht thematisiert werden. N e u e Hintergründe für die türkischen Vorwürfe traten jedoch nicht zutage, wie weil sich scheinheilige Heuchelei hinter den Abwehrreaktionen doch gut entlarven ließe. Denn einige Faschismusvorwürfe lassen sich anhand staatlicher Demokratieverstöße und eklatanter Skandalfälle belegen, wenn ihnen hinreichend Aufmerksamkeit gewidmet wird. Das möchte ich hiermit thematisieren, obwohl sich in Deutschland kaum jemand vorstellen kann, dass sich allgemein geäußerte türkische Vorwürfe anhand unveröffentlichter staatlicher Menschenrechtsverstöße, die von Regierungsseite bislang gedeckt werden, klar und deutlich belegen lassen. Bei Exploration eines umfangreichen Fallkomplex, auf den ich mich beziehe, würden allerdings deutsche Politik&Medien im Licht einer Jahrzehnte währenden Missachtung von Menschenrechtsprinzipien erscheinen, wenn man den hier kurz geschilderten gravierenden Menschenrechtsskandal näher betrachtet, der seit 1983 nicht zur Veröffentlichung gelangen durfte! Er wurde massiv unterdrückt und unter menschenverachtenden Prämissen nicht anerkannt. Insbesondere die angeblich unabhängige Justiz hat in mehreren Verfahren unberührt von Menschenrechtsgrundsätzen die Thematik verleugnet und verdunkelt. Und zwar auf allen Ebenen bis hin zu den höchsten Instanzen: Zuletzt der von mir informierte Präsident des Verfassungs-gerichtshofs, Vosskuhle. Die dazu bestehenden Tatsachen, die einen Politikskandal angestoßen hätten, durften vermutlich deshalb nie öffentlich werden, weil deutsche Geheimdienste dies im Regierungsauftrag verhinderten. Sie trugen dazu bei, dass sich an der Lage nichts änderte, obwohl im konkreten Fall Rassismus, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus in einflussreichen Zonen von Politik und Massenmedien an vorderster Stelle anzuklagen wären.

 

Es geht mir um die Versagung von fundamentalen Menschen- und Kinderrechten durch den Staat und seine Justiz, die ich als Betroffener, als (ehelicher) Vater einer Tochter, die ab Geburt vom Staat geraubt und versklavt wurde, nachweisen kann. Inzwischen geht es mir um eine kompetente Wahrnehmung des vormaligen Geschehens durch die Medien, die in drei Jahrzehnten nie dazu recherchieren, nie darüber berichten wollten und mich stets mit einer kompletten Nichtwahrnehmung des Falls und meiner Person konfrontierten: So als ob ich als Arabischer Deutscher nicht auf die eigenen Menschenrechte und die meiner Kinder beharren dürfe! Das ging in den 1980-er Jahren so weit, dass mir „Feministinnen“, die z.B. in der 'EMMA' oder im 'Stern' eine Publikation ablehnten, kund taten, ich müsse mein Blut als unrein betrachten, … als „nicht deutsch genug“.

 

Dazu gibt es unglaubliche Tatsachen bezüglich des Verhaltens von bekannten Journalisten, Antisemitismus-experten, amnesty-international, Politikern aller Farben und aus diversen Parlamenten, von Staatsanwaltschaften, Theologen, Autoren und Verlagen usw. … zu berichten. Vielfach die Gleichen, die nun die Türkei als 'Medien zensierende Diktatur' anklagen. Durch die Bank hatten sich die angeblich im Westen so freien Medien, wie ich vermute auf Grund ihrer versteckten Abhängigkeit vom staatlichen „Goodwill“, geweigert, die empörenden Fakten zu den vorliegenden Menschenrechtsverletzungen zur Kenntnis zu nehmen und Stellung zu beziehen. Damit entstand zurecht der Eindruck, dass geheime Einflusskanäle eines „tiefen Staates“, der aus dem Erbe des Nationalsozialismus schöpft, es verhinderten, dass gewisse Tatsachen an die Öffentlichkeit kamen und Politiker, die die Menschenrechtsverstöße deckten, genannt wurden. Formen von verantwortungsloser Verharmlosung und Nichtwahrnehmung der zu nennenden staatlichen Verbrechen begegneten mir bei allen Medien und bei populären, oft auch mit Regierungsverantwortung betrauten Politikern jeder Couleur … Dies zeigte, dass es unbeanstandetes rassistisches Vorgehen von Seiten Deutscher Justiz und Behörden mit Billigung durch Politik und Massenmedien gibt, während die Wahrheit darüber verschwiegen wird: Egal welche - im übrigen auch internationale - Konsequenzen diese Verweigerung von Öffentlichkeit mittelbar im Laufe der Zeit hervorruft. ... 

 

 

Diese Praxis möchte ich als Betroffener bloß stellen, weil es in meinem Fall irgendwann an die Öffentlichkeit gelangen muss, dass mein Kind aus rassistischen Motiven so geschädigt wurde, als wäre es ein „Judenkind“ in der Nazizeit.

 

Die gegebenen Tatsachen, die ich dazu vorstellen muss, lassen offenbar werden, dass die deutschen (bzw. auch internationale europäische) Medien die Nennung von unbestreitbaren Fakten unterlassen, wenn diese allgemeine Verlogenheit und Heuchelei hinsichtlich neuer deutscher Staatsverbrechen aus dem Geist des 3. Reichs beweisen. Woraus sich andererseits die Vermutung ergibt, dass jene Medien, die nicht im Einklang mit erwünschter „Staatstreue“ berichten, in Deutschland Benachteiligungen befürchten sowie den Verlust von Werbeeinnahmen. … Ihre Existenz wäre anscheinend gefährdet, falls sie Vorgänge veröffentlichen, die das offizielle Bild des Staates beflecken. Dieser Brief richtet sich an Sie, an Ihre Regierungsequipe und insbesondere an türkische Medien auf dem langen Weg meiner Suche nach objektiver Berichterstattung über eine die Menschenrechte unterdrückende Kehrseite Deutsch-lands und Mitteleuropas. Er weist vorab auf die oben genannte weiterhin aktuellen Affäre hin, die mit einem Kindesentzug, deutlicher einem Babyraub durch deutsche Staatsorgane begann. Dabei wurde einer vordem politisch und rassisch verfolgten Familie, die durch die Judenverfolgung im Hitlerstaat sowie aus politischen Gründen in der DDR ein schweres Schicksal erlitt, ähnliches staatliches Unrecht zugefügt: So als ob es sich bei der BDR um ein System handelte, in dem Willkür, Rassismus und Sippenhaft weiterhin praktiziert werden.

 

Brisant ist nun beim zu erläuternden Skandal, dass man einen der bedeutendsten Repräsentanten der gegenwärtiger Berliner Regierungspolitik als mittelbaren Verursacher und als vermutlichen Komplizen der Menschenrechtsunrecht übenden Behörden und Justiz nennen muss. Weshalb es zu einer politischen Affäre führen könnte, wenn bekannt wird, dass dieser „populäre Politiker“ solches Unrecht bis heute zu decken scheint und die Vertuschung der Fakten vermutlich begünstigt, die die Öffentlichkeit bisher nicht erreichen durften. Jedenfalls gibt es einige Indizien, die die Annahme erlauben, dass er dazu beitrug, den zu nennenden Skandal und seine Umstände und Folgen in mehr als 30 Jahren !!!! von jeder Veröffentlichung fernzuhalten. Unter diesen Vor-aussetzungen würde es nicht schaden, falls auf Grund der Aufmerksamkeit Türkischer Medien ein Zipfelchen Wahrheit in Hinsicht auf die meiner Familie unleugbar angetanen Menschenrechtsverletzungen zum Vorschein kommt. Sie geschahen, wie gesagt, in der BRD unter dem Signum von Antisemitismus und Antiislamismus! Wobei dieser Vorwurf bei intensiver Recherche verifizierbar sein wird. Eine echte Exploration der Umstände erfordert allerdings Aufmerksamkeit für eine gewisse deutsche Mediengleichschaltung. Bei der man diskret funktionierende Zensurmechanismen erahnen kann, die in Deutschland wirksamer als in einem offen repressiven System die Informationsfreiheit einschränken. Sie, Herr Präsident Erdogan, können die im Folgenden dargelegten Fakten verifizieren, indem Sie diesen Brief an interessierte türkische Journalisten und Medien übergeben. Damit würden Sie auch der Sache der Türken in Deutschland dienen, denn es geht wie erwähnt nicht allein um Antisemitismus, sondern genauso um verbreiteten unterschwelligen Hass auf Menschen mit islamischen Familienbackground, was im zu benennenden Kontext eine Rolle spielte. Dieser war auch dafür verantwortlich, dass die aufzuklärende Affäre sukzessiv Folgewirkungen auslöste. Sie betrafen wegen dem obskuren Background des „deutschen Schattenstaates“ nicht allein deutsche, sondern auch Dimensionen europäischer Politik. … Was andeutet, wie wichtig es wäre, einen Weg zu bahnen für Berichterstattung über das an-fängliche Staatsverbrechen, welches ohne Zweifel fundamental die EMRK verletzte. Allein schon die Möglichkeit, dass es politische Folgen gab, die in keinem Zusammenhang zu stehen scheinen, kann als Gegenbeweis zu den Menschenrechtslügen Deutschlands stehen. Überdies würden Recherchen des Backgrounds demonstrieren, wie der heimliche Druck Deutscher Geheimdienste einen erzwungenen Einklang der bekanntesten deutschen Medien- und Presseorgane herzustellen vermag. Bei mir kehrte inzwischen Mut zurück, um neuerlich eine Veröffentlichung zu suchen seit einigen türkischen Äußerungen der letzten zwei Jahre zu Deutschland. Sie verstärken meine Entschlossenheit es bei Gelegenheit darzu-legen, dass die staatlichen Menschenrechtsverletzungen an meiner am 2. Juni 1980 in Frankfurt geborenen Tochter Christiane nicht nur individuell wirksam waren und damit Leid wie aus der Nazizeit, Tränen, Familientragödien, nie endendes Verfolgungsgefühl, Depression, Krankheiten und Tod verursachten, sondern mittlerweile verdeckt auch neuere (außen-)politische Auswirkungen hervorbringen.

Meiner Überzeugung nach geschah das ursprüngliche staatliche Verbrechen auf Grund der geistigen Übereinstimmung chauvi-nistisch gesinnter deutscher Geheimdienst- und Polizeikreise und Politiker mit antidemokratischen Militär-Diktaturen, wie sie z.B. in Südafrika, Brasilien oder Argentinien bestanden. Deutsche Regierungspolitik war nachweislich ver-bündet beispielsweise mit dem argentinischen Militärregime jener Tage (1975 – 1983). Ein Regime, das ähnliche Verfolgung an seinen Kritikern übte, nämlich „Raub von neugeborenen Kindern“ aus dem Familienkontext von Menschen, die kritisch eingestellt waren. Solch' ein „argentinischer Fall“ bildet den Ausgangspunkt des zu denunzierenden Skandals: Der staatliche Kindesraub eines neugeborenen Babys bei vermuteter stiller Billigung durch einen nahebei als Anwalt praktizierenden Politiker, der später Kanzleramtsminister wurde, zuständig für die Koordination der deutschen Geheimdienste, danach Deutscher Innenminister und Ziel eines Anschlags, … inzwischen Deutscher Finanzminister.

 

Lassen Sie mich einige persönliche Voraussetzungen nennen:

Leider trage ich als Bürger Deutschlands weiter den jüdischen Familiennamen meines Großvaters, der bei den Nazis als „Volljude“ galt, dessen Schwester in Auschwitz ermordet wurde, dessen nahe Verwandte emigrierten, dessen Sohn, mein Onkel, als „Halbjude“ in Potsdam von der SS erschossen wurde, als sich im April 1945 die sowjetischen Truppen Berlin näherten. Meine junge Mutter überstand nur mit Glück den 2. Weltkrieg im Untergrund, nachdem sie 1943 ein „Rassengutachten“ des deutschen „Reichssippenamtes“ erreicht hatte, das sie als „Halbjüdin“ auswies. Sie wirkte nach dem Volksaufstand des 17. Juni 1953 beim Widerstand gegen das Regime der DDR mit und wurde deshalb zusammen mit meiner Großmutter 1955 verhaftet. In der Folge musste sie wegen „Boykotthetze und Sabotage“ gegen den Sowjet- und DDR-Kommunismus vier Jahre Gefängnishaft in einem DDR-Foltergefängnis durchstehen, aus dem sie krank und für den Rest ihres Lebens leidend entlassen wurde.

 

Väterlicherseits bin ich Araber. Enkel eines Imams und Sohn eines islamischen Gelehrten, der beim Befreiungskrieg Algeriens (1954 – 1962) mitwirkte und seither mit maßgeblichen arabischen Politikern und Diplomaten bekannt oder befreundet war. - Darunter der heutige algerische Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika. Diese beiden Abstammungslinien des Vaters verursachtem anscheinend, dass meine am 2. Juni 1980 in Frankfurt geborenen Tochter ab ihrer Geburt in der Universitätsklinik ihrer Mutter und folgend mir, obwohl ich ihr ehelicher Vater bin, von Seiten des Staates weggenommen, besser gestohlen wurde. Das lief gesetzwidrig und total willkürlich ab. Als ich nämlich 1983 endlich Näheres über den Ablauf der staatlichen „Inobhutnahme“ meines Babys erfuhr, das ohne die Eltern zu benachrichtigen oder gar deren Zustimmung, wie gesetzlich vorgeschrieben, einzuholen für eine anonyme Adoption in großer Eile zur Verfügung gestellt worden war, begegnete ich Umständen, Geschehnissen, Abwehrreaktionen, entwürdigender Entrechtung, erfundenen Denunziationen, sozialer Repression und Justizwillkür, die exakt zum Bild eines repressiven Willkürstaates passen. Unzählige Diskriminierungen mir und meinen Angehörigen gegenüber, die sich in Serie aus diesem Skandal offiziell und inoffiziell ergaben, können niemals vergessen und vergeben werden! Doch in der Folge erkannten weder die deutsche noch die europäische Justiz an, dass elementares Menschenrechtsunrecht an meiner Tochter, ihrer Mutter und mir geschehen war. Kein Justizorgan wollte Aufklärung schaffen, obwohl ich über die Jahre hinweg immer wieder versuchte die Justiz mit dieser Affäre zu befassen. Selbst einem Akteneinsichtgesuch, um das Versagen von Staatsorganen deutlicher nachweisen zu können, wurden noch 32 Jahre später von Gerichten unüberwindliche Hindernisse in den Weg gelegt, ... die angeblich gesetzmäßig seien. Weil somit über die Zeit hinweg weder bei Politikern noch westlichen Medien trotz mannigfachen Insistierens nie das geringste Interesse angeregt werden konnte, dieses staatliche Verbrechen zur Kenntnis zu nehmen und näher zu untersuchen, veranlasst dies meinerseits eine Analyse, die anhand der gemachten Erfahrungen zu einer generellen Verallgemeinerung führt hinsichtlich der moralischen Qualitäten des heutigen Deutschlands. Ich muss auf Grund von Ignoranz und allgemeiner Gleichgültigkeit, auf die ich bei Tausend Versuchen traf um diese Affäre in den Fokus der Aufmerksamkeit von angeblichen „Hütern von Moral, Ethik und Recht“ zu rücken, die den öffentlichen Diskurs bestimmen, zu einer v e r n i c h t e n d e n Einschätzung der Sicherung von Menschenrechten in unserer Gesellschaft gelangen.

Von dieser Affäre her betrachtet muss die deutsche Nation als weiterhin antisemitisch, antiarabisch, antiislamisch und im konfrontativen Gegensatz zu den universellen Menschenrechten befindlich eingestuft werden! Schon allein die Tatsache, dass es trotz enormer privater Anstrengungen nicht gelang in 34 Jahren etwas darüber zu veröffentlichen, unterstützt diese Beurteilung. Selbst unter Literaturverlagen, die das kulturelle Ansehen der Nation begründen, war seit Mitte der 1980-er Jahre keinerlei Interesse an diesem makaberen Stoff zu finden. Keiner unter Dutzenden Verlagen wollte seine Aufmerksamkeit auf diese gravierende deutsche Affäre richten. Man kann daher m. E. in diesem nie aufgeklärten Menschenrechtsfall mit Berechtigung ein westliches Gegenstück sehen zur amerikanisch-iranischen Familienaffäre „NICHT OHNE MEINE TOCHTER!“, mit der eine umfangreiche Hetze gegen den Islam begründet wurde, als unter dieser Überschrift 1990 eine globale Medienkampagne startete, die mittels Buch und Hollywoodfilm verbreitet wurde. So schuf man ein Image der islamischen Welt, dem gemäß Frauen und Mädchen in islamischen Gesellschaften fürchterlicher Barbarei ausgesetzt seien. Jedoch, indem mir jede, wirklich fast j e d e repräsentative Kraft der deutschen Gesellschaft im Verlauf der fünfunddreißigjährigen Affäre bei Tausend Anläufen, mit denen ich um Veröffentlichung warb, bewies, dass sie weit unmenschlicher gegenüber Frauen und Kindern eingestellt sein kann, wenn sie profunden Vorurteilen nachlebt, zeigt das Beispiel Christianes, dass dem Rechtsstaat, der demokratischen Kontrolle und der Menschenrechts-gesinnung der Deutschen nicht zu trauen ist. Denn meine Tochter musste ohne jede Unterstützung, die ich für sie suchte, mit einer total gefälschten Identität heranwachsen, die sie für immer psychisch gezeichnet hatte, schon bevor ich sie nach langer Suche, bei der mir niemand half, 1998 fand. Eine Befreiung bedeutete für sie die folgende sozialpsychologische Schizophrenie jedoch nicht, weil die Wahrheit über ihre Herkunft dem sozialen Milieu Hamburgs, in dem sie seit 1992 lebte, diametral widersprach. Sie konnte bis heute nicht von inneren Qualen erlöst werden, die aus der materiellen und psychologischen Abhängigkeit von ihrer Adoptionsfamilie hervorgehen. Am Rande meines Adoptionsanfechtungsverfahren 1983-1986 bewiesen Vorfälle und Äußerungen aus der Adoptivfamilie, dass diese in vollem Umfang eine antisemitisch-rassistische menschenverachtende Nazigesinnung hegte. Meine Tochter war somit von Nazis „eingekauft“ worden. Was sich u.a. daran zeigte, dass mich der Adoptivvater mit Waffengewalt unter Billigung durch die Polizei bedrohen durfte, als ich diesen „Besitz“ eines Kindes allein nur durch meine friedliche Präsenz in Bad Homburg v.d.H., wo sie wohnte, in Frage stellte. Die betreffende Szene, bei der ich aus der Stadt vertrieben wurde, hätte in einem Wildwestfilm, in dem inszenierte Lynchjustiz vorkommt, spielen können!

 

 

Fakten (chronologisch) kurz dargelegt:

 

 

1980 beendete ich mein Studium in Frankfurt als Diplompädagoge. Allerdings fand ich in der Folge, dass man mir nie einen Arbeitsplatz im pädagogischen Bereich anbot, wobei insbesondere die staatliche 'Agentur für Arbeit' („Bundesanstalt für A.“) Diskriminierung verdeutlichte, während ich mir damals die Gründe nicht einmal vorstellen konnte: So sehr war ich beeinflusst vom geheuchelten Image der BRD als liberal, freiheitlich, demokratisch und antirassistisch. Schon vor Abschluss meines Studiums hatten finanzielle Umstände verursacht, dass ich mich Spätherbst 1979 von meiner am 7. 9. 1979 geheirateten Frau trennen musste, mit der ich somit nur kurz zusammenlebte. Wir blieben nicht im Kontakt, obwohl wir noch bis 1986 rechtlich verheiratet blieben. Die Ursachen waren vielfältig, und es lag weniger daran, dass wir uns gestritten hatten, als an dem, dass sie sich mit ihrer Schwiegermutter nicht verstand. Trotzdem besaß sie im kritischen Zeitraum nur deren Adresse, jedoch nicht die meine, weil ich damals mehrfach die Wohnung wechselte. Sie war ebenfalls umgezogen, und ich konnte sie über Jahre hinweg genauso wenig erreichen. Vor unserer provisorischen Trennung hatte sie mir nicht mitgeteilt, dass sie schwanger war, und dies verzögerte die gegenseitige Verständigung über unser Kind. Wie ich erst nach Jahren erfuhr, erlebte sie in der Folge die Geburt unserer Tochter als einsame und erkrankte Frau. Deshalb kam unsere gemeinsame Tochter Christiane 1980 als Siebenmonatskind zur Welt, das monatelang in der Uniklinik blieb. Wie ich in der einzigen Akte las, die ich kurz einsehen konnte, hat damals meine erheblich erkrankte Frau vergeblich versucht unsere Tochter zu sich zu nehmen. Jedoch hatte man ihr keinen rechtlichen Beistand zugestanden, und sie unterlag den Staatsautoritäten, die mit der Absicht das Baby zur Adoption frei zu geben diffamatorische Auskünfte über sie kolportierten. In der Folge wurde ihr wegen dem Versäumnis von engen Klagefristen rein formalistisch und ohne jedes humane Verständnis, ohne jedes persönliche Gespräch! die Mög-lichkeit genommen gegen einen Beschluss des Jugendamtes vorzugehen, der uns als Eltern herabsetzte und uns aus angeb-licher „Kindeswohlgefährdung“ die Elternrechte absprach. Zugleich beschädigten die ohne jedes Gespräch zustande ge-kommenen Aussagen der Behörden unsere Menschenwürde: Nicht zuletzt durch herabsetzende Sprache und Begrifflich-keiten. Auch unterließ man es absichtlich von staatlicher Seite mich über die Geburt unserer Tochter zu unterrichten, obwohl ich jederzeit erreichbar gewesen wäre über die Anschrift meiner Mutter, d.h. über deren Wohnsitz in Offenburg. Unter dieser Adresse hatten wir erst neun Monate vor Christianes Geburt geheiratet. Und dies war im „perfekten“ Wohnsitz- und Meldewesen Deutschlands auch genügend amtlich dokumentiert. Z.B. durch ein Familienbuch beim Standesamt Offenburg. Dennoch gelangte ich erst im September 1983 durch einen Zufall in Kenntnis ihrer Geburt und Existenz. Zugleich war es unglaublich schockierend und traumatisierend, wie ich nun aus einer überschriebenen Beilage des Familienbuchs von der inzwischen erfolgten, absolut ungesetzlichen Adoption unseres Kindes erfuhr. Das Baby war schon nach einem halben Jahr gegen alle Regeln von Kultur, Sitte, Gesetz und Anstand und entgegen dem Achtungsgebot von Familie und Ehe im deutschen Grundgesetz und dazu, wie gesagt, ohne mich zu kontaktieren, in eine anonyme Adoption vermittelt worden. Das war so arrangiert, als verkaufe der Staat einen Menschen in die Sklaverei. …

 

 

Für mich erhielt der Skandal des versklavten Babys ziemlich bald politische Dimensionen.

 

 

Wenn man Umstände und Methoden näher ansieht, so war von den Behörden das Kind derart zu einem „Objekt“ von Willkür reduziert worden, dass mir dazu schon anfangs Begriffe wie Kinderhandel / Kindesraub einfielen. Anders ließ es sich auch später nicht interpretieren, wenn man sich mit der Bereitwilligkeit der staatlich Stellen befasste unser Baby ohne Achtung der Menschenrechte an eine anonymisierte Familie quasi zu “verkaufen“. Was sich so anfühlte, als sei die Sklaverei in Deutschland auch juristisch zulässig. Eine Analyse der vorgekommenen Rechtsfehler“, die ohne Weiteres als staatliche Verbrechen gelten können, wurde jedoch bislang, egal wie oft ich Aufklärung bei Gerichten, Staatsanwaltschaften und amtierenden Regierungspolitikern einforderte, von höherer Seite – Politiker und Gericht befanden sich dabei im Einklang – unterdrückt, verhindert, boykottiert, sabotiert. Dabei hätten mehrere Hundert von mir angeschriebene Professionelle im Bereichen der Medienberichterstattung oder der Justiz, die die mir bekannten Informationen erhielten, sofort verstehen müssen, wie kriminell sich der Kindesentzug gemäß der Strafgesetze ausnahm. Es handelte sich um ein Offizialdelikt, und jeder wäre verpflichtet gewesen, die von Behörden begangene Straftat zur Anzeige zu bringen. Es hätten bei einem allgemeinen Respekt für die Menschenrechte Hunderte von Strafanzeigen eingehen können, um die Staatsanwalt-schaften in Bewegung zu setzen gemäß den Grundsätzen des deutschen Rechts. Doch nicht einmal jene Offenburger Rechtsanwältin, die mich zeitweilig vertrat, folgte diesem Weg. Die Gründe, weshalb niemand reagierte, sind so unverständlich und merkwürdig, dass bald der begründete Eindruck entstand von im Background intervenierenden „schwarzen Kräften“ eines („tiefen“) Staates. Handelte es sich möglicherweise um Interventionen von Geheimdiensten? Das begangene Verbrechen an einem Baby, einem Kind, das lebenslang die Folgen seines Aufwachsens in einer fremden Identität zu tragen hat, sollte offenbar mit allen Mitteln vertuscht werden. Jedenfalls erfolgte die Evaluation von gegebenen Indizien bislang von keiner Seite. Niemand zeigte sich je an diesem Skandal interessiert. Unter Hunderten Politikern, Journalisten, Menschenrechtsbeauftragten, Juraprofessoren, (Verfassungs-)Richtern und Intellektuellen, die ich ansprach/anschrieb oder aufsuchte, darunter Judaisten wie der bekannte Holocaustforscher Professor Wolfgang Benz oder auch jüdische Gemeindevertreter, nahm es folglich niemand auf sich, die Menschenrechte im Kontext zu sichern oder vorgekommenen Grundrechtsverletzungen nachzugehen. Wenn ich mitteilte, dass ich nicht nur jüdischer, sondern überdies auch arabisch-islamischer Abstammung bin, flammten bei Gesprächspartnern die diskreten Vorurteile so offen auf, dass dies nicht übersehen werden konnte. So empfand ich mich in Deutschland stets als Fremder und als desavouiert, wenn ich meinen arabischen Vater erwähnte. Daran schien ein Manko zu haften. Auch das berechtigt einzuführende „Antisemitismusargument“ war völlig kraftlos, sobald erahnt, gefühlt oder bekannt wurde, ich sei durch meinen mir kaum bekannten Vater 'Araber'. Schon allein wegen dieser Haltung in der deutschen Gesellschaft erhielt die Affäre der anonym adoptierten Christiane dramatische politische Facetten, als ich zu ergründen versuchte, weshalb mein Kind zu einem Adoptionsschicksal verurteilt wurde und wer mir dabei helfen könnte das Kindes- und Elternrecht wieder herzustellen.

 

Wie sich bei mühevollen Recherchen herausstellte, hatte es von Seiten der zuständigen hessischen Behörden nie einen ernsthaften Versuch gegeben mir eine Benachrichtigung über die Geburt des Kindes und seine „Inobhutnahme“ sowie über die beabsichtigte Adoption zuzustellen. Sie schufen sich vielmehr zielstrebig Vorwände die fehlende väterliche Einwilligung zur Adoption des Kindes zu ersetzen. In ihren Akten gaben sie betrügerisch und erlogen an, sie hätten die Adresse des Kindesvaters nicht ausfindig macht können. Diese Ausrede war so schlecht erfunden und derart gefälscht, dass durch sie sofort offenbar wird, wie hinterhältig, menschenverachtend und gemein die damaligen Gesetze mit voller Absicht gebrochen wurden. Es war den Behörden gut genug bekannt, dass dieses Kind ein eheliches Kind war und dass die Heirat, der es entstammte, bei der Geburt erst 9 Monate her war. Sie hätten deshalb ohne Schwierigkeit schon anhand der Heiratsurkunde die Anschrift des Vaters und auch anderer betroffener Familienmitglieder, insbesondere der väterlichen Großmutter, erhalten. Doch trotz des „perfekten polizeilichen Meldewesens“ in Deutschland, unterließ man es mich korrekt anzuschreiben. Dabei gab es für mich seit Sommer 1979 den amtlichen Hauptwohnsitz bei meiner Mutter, von dem aus wir geheiratet hatten. Das wurde einfach ausgelassen. Der „Schutz von Ehe und Familie“ existierte für jene Menschenhändler bzw. Rassisten in den Ämtern nicht, die meiner Tochter für ihr ferneres Leben die ureigene Identität stahlen. Übrigens gab es bevor das Kind „verkauft“ wurde, auch keinerlei Versuche dessen väterliche Verwandtschaft herauszufinden, also z.B. die schon erwähnte Großmutter. Oder die Verwandten des Kindes mütterlicherseits.

 

 

Ein möglicher Grund, weshalb so absichtsvoll entgegen allen gesetzlichen Regeln gehandelt wurde, lag in ver-ständlicher Form für jeden auf der Hand, der die damalige polizeiliche und geheimdienstliche Willkür kannte, die in der BRD bei den Terroristenjagden nach dem Herbst 1977 üblich war. Besonders bei der Sicherung und Bewachung von Politikern, die nach Ansicht der Konservativen perspektivisch wieder die Regierung stellen sollten, nahmen sich unsere rassis-tisch denkenden Geheimdienste außergesetzliche Freiheiten heraus. Und hierauf bezogen gab es einen zentralen Umstand, der vermuten lässt, dass sie an der Entstehung des vorliegenden Falles beteiligt waren. Nur 8 Meter entfernt gab es nämlich neben dem Zweifamilienhaus meiner Heimatanschrift, Am Waldbach 7 in Offenburg das direkt angrenzende Nachbarhaus Am Waldbach 5. Dieses gab Anlass für solche Vermutungen. Darin befand sich die Anwaltskanzlei des CDU-Bundestagsabgeord-neten Wolfgang Schäuble, des späteren deutschen Innenministers, der höchstwahrscheinlich von einem der Geheimdienste bewacht wurde. Schäuble war dort oft anwesend. Wenn er kam oder ging, bot er, wenn wir ihn auf der Straße sahen, für Gespräche unter Freunden immer wieder Anlass für harmlose satirische Bemerkungen. Seine Kanzlei bewies allerdings 1983, noch bevor ich Kenntnis vom Schicksal meiner Tochter erlangte, wie negativ man dort gegenüber Türken eingestellt war: Ich hatte einen seiner Teilhaber in dieser Anwaltssozietät gebeten einen kleinen zivilen Rechtsstreit zu übernehmen. Als dieser bei der Vorbesprechung meinen Vornamen Ismail auf Papieren entdeckte, verwandelte sich sein Gesicht zu Stein. Er lehnte urplötzlich ab sich mit dem Fall zu befassen und geleitete mich sofort zur Türe. Etwas später erfuhr ich von einer Sekretärin dieser Kanzlei, mit der ich mich vor dem Haus auf der Straße unterhielt, dass mich jener Partner des Herrn Schäuble für einen Mann mit türkischer Abstammung hielt: Es habe daher keine Chance bestanden, dass ich in dieser Kanzlei Klient würde. So war die Atmosphäre im Heimatmilieu des Herrn Schäuble.

 

Im anderen Nachbarhaus, Am Waldbach 9, lebte der damalige Oberbürgermeister von Offenburg mit seiner Familie. Man kann sich daher kaum vorstellen, weshalb eine derart seriöse Adresse, unter der die Ehe mit der Kindesmutter geschlossen worden war, angeblich für Behörden und Gerichte in Hessen nicht auffindbar oder inakzeptabel gewesen sein soll … ! Sie war in vorliegenden Datensätzen wahrscheinlich mehrfach enthalten und bezeichnete außerdem den Wohnsitz der Großmutter des vorgeblichen „Waisenkindes“.

 

Eine v e r g l e i c h s w e i s e anzustellende Überlegung hinsichtlich der behördlichen Ausrede führt zu folgendem Resultat: Hätte man einen Schuldner finden oder auch nur ein kleines Verkehrsdelikt, wie eine Geschwindigkeitsübertretung, einen Parkverstoß mit dem KFZ oder einen minimalen Ladendiebstahl ahnden wollen, so hätten die deutschen Meldebehörden einer anfragenden (Polizei-) Dienststelle innerhalb von fünf Minuten alle infrage kommenden Zweitwohnsitze oder gegebenenfalls noch gültige Voradressen benannt. Das hätte perfekt funktioniert, und ich wäre sofort gefunden worden. Schriftstücke des Staates wären ohne Verzug bei mir angelangt.

 

 

Doch es ging lediglich um ein Kind!

 

 

Übrigens steht außer Frage, dass als notwendige Formalität bei der Adoptionsfreigabe, die 1980 vom Jugendamt Frankfurt gemeinsam mit dem Jugendamt des Main-Taunus-Kreis betrieben wurde, das bei der Heirat angelegte Familienbuch oder min-destens eine Kopie der Heiratsurkunde vorlag. Darin war Offenburg als Wohnsitz der zu Trauenden angegeben. Die Sorg-faltspflicht bei einem so entscheidenden Akt wie einer „Adoptionsfreigabe ohne elterliche Einwilligung“ hätte daher zwingend geboten, über das Standes- oder Meldeamt auf Grund des Familienbuches den Kindesvater ausfindig zu machen. Doch dieser Schritt unterblieb. Es wurde vielmehr in der Vorlage des Jugendamtes stattdessen ein "Aufenthalt unbekannt" hinsichtlich des Vater vermerkt. Mehr als merkwürdig ist in diesem Kontext auch, dass sich sowohl ein eingeschalteter Notar wie auch das genehmigende und zertifizierende und ebenso zur Sorgfalt verpflichtete Familiengericht Königstein im Taunus damit zufrieden gab, dass der Vater angeblich nicht ermittelbar sei.

 

Das Fehlen von Rechtsbewusstsein und gutem Willen und damit die waltende Verantwortungslosigkeit ersieht man auch daraus, dass den zuständigen Gerichten und Behörden ein weiterer Weg offen stand, meinen Aufenthalt zu ermitteln: In den damaligen Akten wurde ich als Student bezeichnet. Christianes Mutter hatte aktenkundig gemacht, dass ich in Frankfurt als Student immatrikuliert war. Es wäre daher selbstverständlich gewesen zur Ermittlung meines Aufenthalts eine Anfrage an die Universität zu richten! Da ich dort im Sommer 1980 erfolgreich mein Examen als Diplompädagoge ablegte, wäre es ein Leichtes gewesen über die Universität auch meine aktuelle Frankfurter Anschriften, über die ich in Hessen unmittelbar erreichbar war, zu erhalten.

 

Soweit eine kurze juristische Erörterung der Versäumnisse von Seiten staatlicher Behörden, die ein Lebensschicksal entschieden. Weiteres, wie jener Prozess beim Familiengericht Bad Homburg v. d. H., den ich 1984 anstrengte und wegen einer scheinheiligen, heuchlerischen Abwägung des "Kindeswohls" verlor, steht insbesondere unter Gesichtspunkten von Rassismus und Antisemitismus zur Debatte. Diese Haltung wurde daran erkennbar, wie das Adoptionsgericht und später der Bad Homburger Richter darüber hinweggingen, dass die Kindesmutter angegeben hatte, ihre Tochter sei väterlicherseits jüdischer Abstammung und man müsse dies mir gegenüber berücksichtigen. Genau dies geschah eben nicht! Vielmehr ver-suchte 1984 der Homburger Richter, mich zum Angeklagten zu machen und die Verhandlung wie einen gegen mich geführten Strafprozess auszurichten, weil die gesetzlich garantierte (heute aufgehobene) Anonymität der Adoption aufgeflogen war. Dies war nicht meine Schuld gewesen. Ein Mitarbeiter des Standesamtes Frankfurt hatte mir die entsprechende Fotokopie, die den Familiennamen der Annehmenden aufwies, zugespielt. Dem voreingenommenen und sich mehrfach rassistisch äußernden Richter kam es allein darauf an, diesen Nebenumstand aufzuklären. Zu diesem Zweck hatte er bei der Hauptverhandlung über das Kind vom 18. Mai 1984 aus völlig unverständlichen Erwägungen (!!) den Leiter der Frankfurter Standesämter (eine 600.000 Einwohnerstadt) beigezogen. … Beide befragten mich inquisitorisch, wie ich den anonymisierten neuen Familien-namen meiner Tochter herausgefunden hätte und bedrohten mich massiv mit strafrechtlichen Konsequenzen, die ein solches Wissen bergen würde. … Hingegen der Umstand, dass die Adoption der Sache nach unrechtmäßig, ja auf strafbare, menschenrechtswidrige Weise zustande kam und nicht wirksam sein durfte, berührte den Bad Homburger Richter überhaupt nicht. Sein später durch das Landgericht Frankfurt bestätigtes Urteil ging trotz meiner Anträge und mündlichen Erklärungen während der Verhandlung nicht auf die Unrechtmäßigkeit der Adoption ein. Diese wurde auch vom Landgericht Frankfurt nicht moniert. Meiner Ansicht nach bedeutete dieses Vorgehen eindeutig Rechtsbeugung.

 

 

Was das von der Bad-Homburger und Frankfurter Justiz beschworene "Kindeswohl" anbelangte, so wuchs meine Tochter schon früh verunsichert und von ihren Adoptiveltern missachtet absolut unglücklich auf. Spätestens, nachdem sie mit zwölf Jahren am neuen Wohnort Hamburg-Harburg davon erfuhr, dass sie ein Adoptivkind ist, war sie zutiefst verunsichert. Sie lief zeitweilig fort und ließ in ihren Schulleistungen und im sozialen Bereich nach. Diese Information, die ihr Leben seither melancholisch einhüllt, hatte sie lange bevor ich sie fand extrem traumatisiert. In jeder Minute war seither eine gewisse Tragik bei ihr präsent, so dass sie so wenig unbefangen lebte, wie z.B. ein Kind, das einen Krieg überstand. Die Frage nach den Hintergründen ihrer Adoption lenkte sie ab, weshalb sie ihre Unbefangenheit im Umgang mit ihrer Mit- und Umwelt verlor. Nachdem sie 1998 gerade 18 geworden meine Bekanntschaft machte, wobei es schwierig war, sich ihr gegenüber als Vater erkennen zu geben, baute sie weitere Komplexe auf, als sie, die in einer Nazifamilie aufgewachsen war, erfuhr, dass sie per Geburt in Beziehung zur antisemitischen NS-Vergangenheit steht. Diese Art Betroffenheit durch Zeitgeschichte erreichte Christiane nach und nach. Sie wurde zusätzlich schockiert, weil sie als direkte Nachfahrin deutscher Juden genauso behandelt wurde, wie es im 3. Reich für "Mischlingskinder“ gegolten hätte. Damals hätte die Terminologie des Familieng0erichts vielleicht gelautet:

 

"Zur Tilgung von Rassenschande wird beschlossen das jüdisch-stämmige Kind XXXY zur Adoption an eine arische Familie zu übergeben."

 

 

Daher nahm es seit 1998 meine Tochter arg mit, dass sich unleugbar Aspekte von Naziunrecht bei ihr in neuen Formen manifestiert haben. Mag es auch Tausend andere Formen widerrechtlicher Machenschaften bei Adoptionen geben, so glaubte sie, glaube auch ich, dass es wohl äußerst selten ist, dass eine Imitation von Nazipraktiken in Deutschland bei einem Kind vorkommt, das in der Nachfolge derer steht, die den Holocaust überlebten. Im Kant-Gymnasium, das sie bis 2000 in Harburg besuchte, wurde z. B. Projektunterricht angeboten, in dem der Nationalsozialismus wie etwas Abgeschlossenes, den heutigen Deutschen unvorstellbar Fernes und Fremdes untersucht wurde. - Doch sie hätte kaum wagen dürfen, es ihren Mitschülern zu offenbaren, dass sie sich in der heutigen Zeit von vergleichbarem Unrecht betroffen sieht.

 

Diese Affäre war für mich von Beginn an auch ein Glaubwürdigkeitstest für Moral und Gesinnung von Politik und Medien vis-a-vis jüdisch-stämmigen Deutschen sowie gegenüber entrechteten Frauen und Kindern in Anbetracht des öffentlich prokla-mierten Feminismus. Deshalb unternahm ich mit dem Ziel die Deutschen zu testen viele Anstrengungen, diesen Skandal Spitzenpolitikern und Medienvertretern zur Kenntnis zu bringen. U.a. nahm ich schon 1984 Kontakte mit bedeutenden Presseredaktionen auf und besprach mich in manchen Vertretungen, z.B. in Bonn, mit deren Repräsentanten. Ob DER SPIEGEL oder STERN, ob DIE ZEIT, die Brigtte oder taz und FAZ, ob die Süddeutsche, BILD, die WELT oder die FRANK-FURTER RUNDSCHAU, ob EMMA oder die COURAGE, ob Radio- oder Fernsehredaktionen, so gut ich es vermochte, wurden bekannte Medien von mir informiert. Es fanden auch direkte Gespräche statt. Mit manchen auch zweimal. Gut ist mir z.B. Frau Marion Schreiber noch entsinnlich, die später den DER SPIEGEL in Brüssel vertrat. Doch es fruchtete nichts, niemand sah sich veranlasst, diesem Fall nachzugehen und ihn eventuell in den Fokus von Medienaufmerksamkeit zu rücken. Bei mir bleibt daher seit Langem der Eindruck zurück: Die Medien schauen in Deutschland mit Hohn, Arroganz, Gleichgültigkeit und beliebiger Optik auf Unrechtsfälle! Statt auf die Tragik des Falles einzugehen, fanden bei den Angesprochenen oft emotio-nale Abwehrreaktionen statt: Man wollte mir z. B. Schuld an der Affäre zuweisen, weil ich mit meiner Ex-Frau nicht in Kontakt geblieben war. Oder, was ich besonders fies von Seiten eingeschworener "Feministinnen" – u.a. auch Politikerinnen, wie z.B. die Ex-Bundesfamilienministerin Anke Fuchs, - empfand, man erhob sich über mein Anliegen, indem man mir das Recht als Vater absprach, mich um Christiane zu kümmern. Man unterstellte, ich hätte dieses Kind als meinen "Besitz" reklamieren und aus angenehmen Wohlstandverhältnissen herausreißen wollen.

 

 

D. h. mir wurde nie auch nur ein Funken Herz, Gefühl, Familienehre oder Menschenwürde zugestanden. Für diese diskriminierenden ausgrenzenden Haltungen war das heimliche antisemitische und antiislamische Ressentiment verantwort-lich. Und dabei hatte ich fast nie verlauten lassen, dass ich mit islamischen Familienbackground geboren wurde, was die mir geltende Ablehnung noch um einiges verstärkt hätte. Derartige Erfahrungen, die sich gleichförmig wiederholten, prägten mich und bestärken mittlerweile spirituell all jene Muslime, die die Medienkultur des Westens als dekadent, verdorben, verlogen, heuchlerisch und wie eine Fälschung empfinden: Etwa entsprechend dem Roman '1984', in dem beim 'newspeach' des 'Big Brothers' jede Formulierung das Gegenteil von dem meint, was sprachlich zum Ausdruck gebracht wird.

 

 

Sehr negativ wirkte ganz allgemein diese deutsche Ignoranz, die offizielle Menschenrechtsdeklarationen Lügen straft, nachdem ich versuchte, den Kindesraub-Skandal auch politischen zu bearbeiten. Als Erstes versuchte ich meinen Status als freier Bürger mit allen demokratischen Rechten zu klären. Denn als ich von Christianes Existenz durch die Kopie einer Urkunde am 11. September 1983 erstmals erfuhr, hatte mich Furcht vor der zu Tage getretenen Staatswillkür gepackt. Ich vermutete dass die Geheimdienste die den Fall anscheinend im Background arrangiert hatten, meinen nun einsetzenden Bemühungen weitere Intrigen und Fallstricke einer unkontrollierten Staatswillkür in den Weg legen würden, wenn ich es nicht schaffen würde so bald wie möglich in gewissem Umfang zu einer öffentlichen Person zu werden. Um dies zu erreichen nutzte ich die im Oktober 1983 anstehende Neuwahl eines Oberbürgermeisters für Offenburg. Nur gestützt auf Kontakte zur noch wenig bekannten Partei 'Die Grünen' ließ ich mich als Kandidat aufstellen. Durch meine Wahlkampagne konnte ich zumindest in der Stadt-Öffentlichkeit bekannt werden. Ich wollte damit auch demonstrieren, dass der Einfluss des BURDA-Medienkonzerns, der in Offenburg das Patronat über die Stadt besaß und den CDU-Politiker Schäuble mit seinem Medieneinfluss immer protegiert hat - Burda stand damals an 3. Stelle der Medienkonzerne in der BRD – auch in dieser Gegend nicht alles nach feudalem Belieben richten konnte. … Natürlich wurde ich ohne Wahlkampfgelder nicht gewählt. Und Punkte meines Wahlprogramms wurden in dieser Stadt erst Jahre später realisiert. (Z.B. ein Offenburger Lokalradio, das ich 1983 forderte.) Aber diese Wahlkampagne hat sieben Jahre danach offenbar Voraussetzungen dafür geschaffen, dass einige Menschen, die in der Zwischenzeit privat von der Kindesraubaffäre erfuhren, späterhin jene Inspiration verbreiteten, die dem deutschen Innenminister ab dem 11. Oktober 1990 in einem benachbarten Schwarzwaldtal zum bleibenden Verhängnis geriet.

 

 

Dazu lässt sich meinerseits erzählen:

 

Wegen der oben genannten Vermutungen, sah ich mich veranlasst den CDU-Politiker Schäuble zu sprechen. Für den 16. August 1984 wurde ein Gespräch verabredet in seinem Wahlkreisbüro neben dem Offenburger Grimmelshausengymnasium, meiner früheren Schule. Dabei informierte ich ihn umfassend über den Fall und zudem über meinen Verdacht, dass ein für seinen Schutz verantwortlicher Polizei- oder Geheimdienst 1980 eine Intrige gesponnen hatte. Er erfuhr von meiner Ver-mutung, dass meine Frau in ihrer Heimatstadt Frankfurt die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, weil sie Sympathisanten des linksextremen Terrorismus in der alternativen Szene Frankfurts kannte. Allerdings war sie damals eine unter Tausenden, die mal irgendwann linksextreme Terroristen gekannt haben. Vom späteren deutschen Außenminister Josef Fischer weiß man beispielsweise, dass er mit RAF-Terroristen in besetzten Häusern sogar zusammengelebt hat. Und es ist auch kein Geheimnis, dass im Umfeld der ihn tragenden alternativ-grünen Bewegung vordem viele „Grüne“ Sympathien für die RAF hegten. - Sollten frühere Bekanntschaften meiner Frau dafür verantwortlich sein, dass man dafür sorgte, dass ihr und mir unser Kind vorenthalten wurde? Schäuble versprach spontan alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, um die Affäre aufzuklären. Auch wollte er mich über den Erfolg seiner Bemühungen informieren. ... Wenig später wurde er am 16.11.1984 Bundeskanzleramts-Minister. Von da an standen ihm als Regierungskoordinator der deutschen Geheimdienste vielfältige Möglichkeiten zur Aufklärung und Ana-lyse dieser Affäre zur Verfügung. Und drei Jahre darauf befand er sich als Innenminister in der kompetentesten Machtposition der BRD, um die Wahrheit herauszufinden und das Unrecht wiedergutzumachen. Doch dieser Affäre war ihm nun egal!! Trotz Mahnungen erhielt ich von seinem Büro jahrelang nur Ausflüchte und Ausreden zur Antwort und somit deutliche Zeichen von hohnvoller Staatsarroganz gegenüber dem vorliegenden Menschenrechtsunrecht. Als er Mitte Oktober 1990 beinahe tödlich angeschossen wurde, war es daher, als hätten sich Rachegelüste meiner Exfrau Bahn gebrochen, die meine legalen Bemühungen um unsere Tochter nur belacht und zynisch-ironisch begleitete hatte. Mög-licherweise bestand sogar ein Zusammenhang, ein direkter "Link", weil der Attentäter, der bei Oppenau auf den deutschen Innenminister schoss, einer ihrer Bekannten war, mit dem sie über die skandalöse Kindeswegnahme gesprochen haben will. Sie meinte, sie selbst habe ihn zu diesem Attentat motiviert, als sie auf ihn mehrfach in Darmstadt traf, während sie ihn dort dabei beobachtete, wie er in einem Park Drogen erwarb. Es gab allerdings auch weitere Menschen aus unserem Bekann-tenkreis, die den Attentäter beeinflusst zu haben sich postum rühmten. In Appenweier, woher dieser Dieter K stammte, war er als Sohn des dortigen Bürgermeisters bekannt wie ein bunter Hund. Und ich kannte viele aus seinem Umkreis in Appenweier, darunter ehemalige Schulkameraden, die im Laufe der Zeit von der Kindeswegnahmeaffäre erfuhren. So manche hatten meine These akzeptiert, dass Schäuble der wahrscheinliche Anlass war für die Affäre, und dass er fundamental entgegen demokrati-schen Prinzipien handelte, als er die Aufklärung des Verbrechens an meiner Tochter, das wahrscheinlich Geheimdienste anrichteten, nicht betrieb, sondern die Sache ruhen ließ. Meines Erachtens wurde er in seinen hohen politischen Ämtern schuldig an der Vertuschung der wahren Tatsachen und der Hintergründe bei diesem Kindesraub! Dieser Ansicht pflichteten viele bei. Auch Leute aus dem Umfeld des späteren Attentäters. Indem Schäuble gegenüber dieser Affäre so indifferent blieb, als hätten Menschenrechte nie auf seiner politischen Tagesordnung gestanden, zog er sich jedenfalls um die Antike zu zitieren „die Rache der Nemesis“ zu. Man könnte auch diverse Koranverse nennen, die „ALLAH als unfehlbaren Rächer“ apostrophieren. Oder auch die Bibel: „Die Rache ist mein, spricht der Herr“.

 

... Oder auch der typische bayrische Gruß: „Vergelt's Gott!“

 

 

Ich sehe es nicht mit Schadenfreude, dass Herrn Schäuble auf einem unübertreffbaren Höhepunkt seiner politischen Laufbahn im Moment des Vollzugs der deutschen Wiedervereinigung ein Attentat ereilte. Mich fasziniert einfach der zusätzliche Um-stand, dass jene außerirdische Gewalt, die den Taterfolg des psychisch desorientierten Dieter Kaufmanns sicherte, auch dafür sorgte, dass er Deutschland lebendig erhalten blieb. Sein Tod hätte andernfalls für kurze Zeit Aufsehen erregt, aber die Vergeltung für das von ihm verschuldete Schicksal meiner Tochter wäre im göttlichen Buch des Lebens final abgebucht worden. - So hingegen, indem er über weitere Jahrzehnte im Mittelpunkt der europäischen Politik tagtäglich seine persönliche Tragödie im Rollstuhl zur Schau stellte, wurde er zum Sinnbild. Auch wenn es wegen Informationszensur niemand ahnte: Schäuble war seither symbolisches Opfer eines folternden Rachegottes, der ihn im Tartaros an den Höllenfelsen der Politik anschmiedete. Er sollte nicht sterben, ehe nicht die Schuld, die auf ihm lastet, an den Tag kommt. In meinen Augen ist Schäuble auf dramatische Weise zum Symbol einer praktisch untilgbaren Schuld geworden, für die es keine Vergebung gibt, ehe er sie anerkennt. Vielleicht versuchte er ja den über ihm lastenden Geist der Schuld zu verscheuchen, als er wiederum tätig in der Funktion als Innenminister 2007 die „Islamkonferenz“ ins Leben rief. Aber wie hätte er sich entsühnen können, so lange er sich nicht entsann, dass er einem antisemitischen und antiislamischen Staatsverbrechen stillschweigende Billigung und Duldung gewährt hat, als er in den 1980-er Jahren sein mir gegebenes Versprechen brach selbst für Aufklärung zu sorgen … ? Nach den Schüssen, die ihn in Oppenau im Oktober 1990 ereilten, hat er von mir Hinweise darauf erhalten, wie die Motivation des Attentäters beeinflusst worden war. Doch er interessierte sich dafür ebenfalls nicht. … Er fragte nie zurück.

 

Als ich nach einem Jahrzehnt am Rande von studentischen Freiburger Universitätswahlen im Jahr 2000 wahrnahm, dass seine Tochter Juliane Schäuble dafür kandidierte, nahm ich mit ihr Kontakt auf und versuchte ihr die Zusammenhänge, die ich hier erläutere, brieflich und telefonisch darzulegen. Sie fühlte sich offensichtlich überfordert. Doch bin ich mir sicher, dass sie ihren Vater über die hier geäußerten Hypothesen informiert hat. Schäuble hätte sich folglich seither darum bemühen können, mehr Einzelheiten zu erfahren, weshalb eine auf ihm lastende schwere moralische Schuld besteht, die ihn zum Opfer werden ließ. Er hätte sich nun an diesen rassisti-schen Skandal der Missachtung von Menschenrechten, der meine Tochter betraf, erinnern müssen. Auch hätte er sich ausrechnen können, dass seine mittelbare und indirekte Schuld an ihrer seit 1980 erfolgten Versklavung fort-besteht und ihn, ob er es wahrhaben will oder nicht, in seiner politischen Tätigkeit all die Zeit über psychisch belastet hat.

 

 

Manche Schlussfolgerungen werden vielleicht einigen Lesern als metaphysisch erscheinen. Man wird dem entgegen halten, dass das Attentat auf Schäuble nur ein Werk des Zufalls war und kein Zusammenhang bestünde mit den unendlich negativen Emotionen, die aus dem Fall des gestohlenen Babys hervorgingen. Muss man aus einer solchen Sicht die Fakten der Affäre nicht mehr wahrnehmen, weil sie wie metaphysisch angehäuft wirken?

 

 

Mich wundern im Übrigen weitere „pure“ Zufälle, die irgendwie kontextuell verbunden scheinen mit dem unterdrückten Skandal. Als bedeutenden Fingerzeig (Allahs) sehe ich es an, dass in Bad Homburg kurz nach dem Fall der Berliner Mauer der damals einflussreichste Wirtschaftspolitiker Deutschlands, der Deutsche Bank-Chef Alfred Herrhausen, einem Attentat zum Opfer fiel, das exakt vor jenem Gerichtsgebäude stattfand, in dem wie oben erwähnt der Adoptionsfall ohne den Geist des Rechts und außerhalb von humanen Grundsätzen 1984 verhandelt worden war. Meine geschiedene Frau behauptete danach in Telefongesprächen, die sie mit mir in der Schweiz führte, sie habe sich inzwischen gerade jenem Terrorismus angeschlos-sen, wegen dem ihr, ohne dass sie irgendwie in ihn verstrickt gewesen war, 1980 ihr Baby durch den Staat gestohlen wurde. Sie versuchte mir einzureden, sie hätte etwas mit dem Bad Homburger Attentat zu tun gehabt. … Wir verständigten uns nur fernmündlich. Ich sah sie seither nie mehr wieder.

 

 

Doch als ob die schwärzesten Geister auch weiterhin beteiligt sein wollten, ergab sich ein weiterer Zufall, der außerhalb aller Wahrscheinlichkeit auftrat. Als ich nämlich von Kontakten meiner Tochter zu islamischen Kreisen in Hamburg-Harburg erfuhr, (wo sie bei ihren Adoptiveltern lebt), empfand ich's so, als ob „der Geist der Nemesis“ noch weiter ausholte. … Wir kontaktierten uns nicht häufig, und ihr wurden schließlich sogar Briefe und Telefongespräche mit mir untersagt, als sie ca. 2001 in einer jugendpsychiatrischen Klinik wegen ihrem Adoptionstrauma behandelt wurde. … Zuvor hatte sie mir allerdings von Sympathien für den Islam erzählt. Ich schenkte ihr darauf ein arabisch-deutsches Koranexemplar. … Einzelheiten teilte sie allerdings nicht mit, als sie später berichtete, sie habe Leute aus der Marienstrasse 54 in Harburg näher gekannt, von denen sich nach 9/11 herausstellte, dass sie der AlQaida-Zelle angehörten, die die Flugzeugentführungen an jenem epochalen Tag durchführten. Ich frage mich seither, ob sie in diesen Sympathisantenkreisen des Djihad Gelegenheit suchte ihren Hass auf eine Gesellschaft, die ihr nicht mal Öffentlichkeit für das ihr zugefügte Unrecht gewährte, etwas abzuleiten. Fand sie damals Gelegenheit für emotionale, spirituelle und kommunikative Motivationsprozesse mit suggestiver Wirkung auf die späteren AlQaida-Attentäter, die ihren terroristischen Anschlag jahrelang in Harburg vorbereitete?

 

 

Man wird selbstverständlich nicht von Mittäterschaft ihrerseits bei AlQaida sprechen können. Weitläufige Bezüge können jedoch vorliegen, weil der sie betreffende Skandal jenen Fundamentalisten einige Legitimation gewähte, die die westlichen Werte grundsätzlich als geheuchelt bezeichnen. Auf diese Weise könnten die Kreise des fundamentalistischen Djihadradikalismus mittelbar inspiriert worden sein.

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Jan Ismaiil

 

D – 79692 Kleines Wiesental c/o Coincidence&Chance-Edition

 

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